Ich fasse mich kurz. Weihnachten. Ich habe gearbeitet. Und nein, Japaner feiern kein Weihnachten, sind ja auch keine Christen, also bitte! Weihnachten ist nur eine Modeerscheinung, wie in Deutschland Halloween. Allerdings haben die Japaner Weihnachten zum Couples-Day umfunktioniert. Ja, man hat Dates an Weihnachten? Suuuper, nicht nur alleine an Weihnachten, sondern auch noch alleine unter Päärchen an Weihnachten! Na ja, Gott sei Dank war ich in der Arbeit! Und danach waren wir auf einem „Bonenkai“, ich nenns mal Jahresabschiedsessen (bzw. in meiner Firma Gott sei Dank keines, aber in richtig richtig japanischen Firmen mit dem typischen Hierarchie System ist Bonenkai eher ein Saufgelage. Da kann es schon mal sein, dass sich 40-jährige „Salarymen“ bis zur Ohnmacht betrinken. Bzw. das ist mehr als üblich!) mit der Firma. Wenigstens also nicht alleine und mit Leuten die ich mag! Das ist doch was. Bis dahin war der Tag auch noch überhaupt nicht schlimm, es hat sich zwar nicht angefühlt wie Weihnachten, aber es war ein normaler Tag mit einem netten Essen am Ende. Das Problem war nur das Gespräch mit meiner Gastmutter, dass ich dann geführt habe, als ich zuhause war. Ich möchte jetzt nicht ins Detail gehen, aber mein Gastvater hatte einen Unfall! Das war‘s dann mit „Weihnachten im Ausland ist gar nicht so schlimm.“ Gott sei Dank hab ich Aoi, die mit der letzten Bahn noch zu mir gefahren ist! Wir haben uns also um halb 1 noch in Higashi-Nakano getroffen und sind was trinken gegangen. Ich konnte einfach nicht alleine sein und ins Bett gehen, nach diesem Gespräch. Es wurde dann ziemlich spät mit Aoi und nach 3 Stunden Schlaf, war es nur so mehr oder weniger angenehm, in die Arbeit zu gehen. Jin-San hat dann extra für mich Gute-Laune-Musik aufgelegt und mir keine PC arbeit aufgetragen, sondern was zu tun gegeben, wo ich mich bewegen musste, so dass ich nicht müde werde haha Sind Japaner nicht einfach die nettesten Menschen der Welt?? Oh man .. was für ein abgefucktes Weihnachten! Jetzt sitz ich hier, bin übernächtigt, traurig, voller Sorge, alleine und hab leicht Angst, morgen zu meiner Gastmutter zu fahren. Ich bin auf jeden Fall nicht erreichbar bis 3ten oder 4ten Januar. Wünsche allen schöne Feiertage und n Guten Rutsch! (Und wehe mich fragt irgendjemand, ob ich Sylvester feier!)
Freitag, 25. Dezember 2009
Dienstag, 22. Dezember 2009
Tokyo's Wasted Youth
Endlich kam also die Mail von Aoi: „Wir treffen uns um halb 12 in Kichijouji, vll komm ich etwas später, aber Stephans Nr. hast du ja.“ Also ab nach Kichijouji (mit einer der letzten Bahnen, die aufgrund von Verspätung wirklich den neuen Rekord von überfüllter Bahn ever bricht!), einen ziemlich netten Ami (der seit 14 Jahren in Tokyo lebt!!!) auf dem Weg kennengelernt und mich mit Stephan (den ich 2 mal in meinem Leben gesehen hab) und Etienne (wie schreibt man diesen Namen??) vorm McDonalds getroffen (die beiden haben natürlich was gegessen .. hab ich erwähnt, dass ich in den fast 3 Monaten bisher erst 2 mal bei McDonalds war und nicht mal die GERINGSTE Lust verspüre), Aoi kam eine Viertel Stunde später und dann ab in ein Izakaya. Wir haben uns ein wenig typisch Gaijin (=Ausländer) mäßig aufgeführt, Fotos von den am Nachbartisch schlafenden Japanern (sowas ist aber auch zu witzig!!) gemacht, etc. etc. Auf jeden Fall ein witziger Abend mit witzigen Fotos ;) Als es Zeit für die erste Bahn war, habe ich mich dann doch dafür entschieden, nach Hause zu fahren und einen Fehler begangen, der mir nicht mehr passieren wird: Aufgrund von Faulheit bin ich in Nakano umgestiegen (und nicht eine Station weiter gefahren, von der aus es etwa 15 min zu laufen sind) und in die Touzai-Sen (eine Station weiter und es sind etwa 5 min zu laufen). Das ganze kostet mich etwa 200Yen mehr, aufgrund von blöööden 10 min laufen, aber nein .. Faulheit. Das Problem ist nur .. der Ausgang, bei dem ich normalerweise rausgehe, hat um so ne Uhrzeit noch nicht offen (was ich mittlerweile wissen müsste) und so bin ich gut die doppelte Strecke gelaufen. Egal! Zwischendrin noch einen 280Yen Snack in dem gammligen Gyuuniku-Laden gegessen (man erinnert sich an Takadanobaba, wo ich neulich mit Aoi und irgendwelchen Austauschstudenten war und solche Läden noch verflucht habe!) und jetzt endlich zuhause!
Aois Geburtstag, Steuern und die Hoffnung auf Party
Aois Geburtstag. Wir treffen uns also in Shimo-Kitazawa, was wirklich mit Kichijouji meine ABSOLUTEN Lieblingsviertel in Tokyo geworden sind und gehen in eine Kneipe names Third Stone. Ein ziemlich witzig zusammengemixter Haufen aus Austausstudenten der ganzen Welt (Franzosen, Deutsche, Englaender, Amis, eine aus Aegypten!), japanischen Freunden von Aoi, halb japanischen Freunden von Aoi und .. mir? Ja, aber ich habs auch ohne Gruppenzugehörigkeit geschafft ;) Das bin ich ja langsam schon gewohnt! Gegen halb 12 (Aoi hat reingefeiert ...) hat sich der Grossteil der Leute aufgrund der letzten Bahn verabschiedet und geblieben ist nur noch der harte Kern ;) Wir sind dann irgendwann gegen 1 mim Taxi (Zu 5. in nem normalen Taxi, sowas scheint in Japan kein Problem zu sein!) nach Shibuya und in unsere neue Stammkneipe, bis eben irgendwann die erste Bahn wieder gefahren ist. Bzw. aus Deutschland kennt mans ja, dann noch zum McDonalds zu gehen, in Japan haut man sich noch geil Ramen, also Nudelsuppe rein! Hat das gut getan :D Ich stand dann bei Sonnenaufgang in Takadanobaba und fand es schon sehr faszinierend es mal zu sein wenn nicht alles blinkt und leuchtet und lauter Leute unterwegs sind!
Sonntag hab ich dann nach guter alter Manier gar nichts gemacht, ausser ein bisschen gelernt! Und gestern hat es mich wieder nach Shimo-Kita gezogen, weil es einfach so ein gechilltes Viertel ist, dass ich einfach ein bisschen rumgelaufen, eingekauft und rumgesessen bin. Da es nun mit 10°C langsam doch etwas kalt wird, habe ich am Abend mal versucht meine Eakon (englisches japanisch für „Air Conditioner“) anzumachen. Ja, trotz der super dünnen Wände habe ich natürlich keine Heizung. Bzw. haben japanische Häuser einfach keine Heizung!! Kann man sich sowas vorstellen?? Na ja, ich habe auf jeden Fall alle möglichen Einstellungen probiert, aber ausser sau kalter Luft, kam da nix raus .. Ist natürlich auch blöd wenn man die Fernbedienung nicht lesen kann! Das habe ich dann Jin-San erzählt, der mir per Mail (also aufs Handy, versteht sich ja von selbst ;) ) die Kanjis, die ich einstellen soll, geschickt hat. Habe ich schon erwähnt, dass Japaner die nettesten Menschen der Welt sind? Ja, ich glaube schon ;)
Ansonsten kam dann mein Chef heute auf mich zu, wegen den Steuer Sachen nochmal. Der hat mir dann erst mal ne Viertel Stunde irgendwas erzählt und dann nochmal ne Viertel Stunde was vorgerechnet (wenigstens auf nem Blatt). Gott sei Dank hat Jin-San brav das ganze Gespräch mitgehört und kam, sobald der Chef den Raum verlassen hat her und hat gefragt, ob ichs verstanden hab. Auf meine Antwort („Kein einziges Wort“) folgte wie immer großes Gelächter ;) Jin-San hat es mir dann also auf verständliche weise erklärt (Es ging um Einkommensteuer, die ich dann in D machen soll, damit ich die bezahlten Steuern wieder zurück kriege .. wieso redet mein Chef mit mir über sowas?? Schließlich darf ich die beste Steuerberaterin der Welt stolz meine Mama nennen!!!). Hab ich schon erwähnt, dass Japaner die nettesten Menschen der Welt sind??? Gott bin ich dankbar, diesem Menschen meinen Kollegen nennen zu dürfen!!
Auf dem nach Hause weg wird mir klar, dass morgen der Geburtstag des Kaisers (also Feiertag) und zusätzlich auch noch Ferienanfang für die Studenten ist. Könnt ihr euch vorstellen, was das bedeutet?? Halb Tokyo feiert!! Nur ohne mich! Jetzt sitze ich also zuhause, bin doch leicht deprimiert und hoffe verzweifelt, dass Aoi sich noch meldet und wir was machen. Die Hoffnung auf Party stirbt zuletzt ;)
Freitag, 18. Dezember 2009
Von japanischen Christkindlmärkten und Steuerhinterziehung
Gestern war ich mit Aoi um halb 8 an den Roppongi Hills verabredet (ein ziemlich geiles Gebäude in Roppongi mit der ALLESBESTEN Aussicht über ganz Tokyo)! Da das ja gleich in der Nähe von meiner Arbeit ist, bin ich gelaufen und habe mich dort dann mit Aoi und 2 Freunden von ihr aus der Uni an dem japanischen „Christkindlmarkt“ getroffen, Glühwein getrunken und einen (teuren) Weißwurst-Abklatsch gegessen. Danach noch nach Shibuya und so die coolste, kleine Kneipe, in der einfach so ein Laptop als „DJ“ auf dem Thresen steht, wo sich dann jeder irgendein Lied wünschen konnte. Und es lief Roxanne!! Glietalien!! Mit einer der letzten Bahnen heim gefahren und mir lauter „Wasted Salarymen“ schlafend in der U-Bahn angeschaut.
Heute Nacht bin ich dann um 5 aufgewacht, hatte mal wieder das Gefühl ich fahr Achterbahn mit meinem Futon! Konnte nach dem Erdbeben auch erst mal nicht einschlafen und hab später erfahren, dass es ziemlich stark gewesen sein muss! Mir gehts aber gut, also keine Sorge, das Zentrum war wohl nördlich von Tokyo!
Nach dem ich 3 Wochen an der Amazon Seite der Firma gearbeitet hat, ist der Shop heute endlich online gegangen! Juhuu!! :D Das macht einen doch sehr stolz! Ansonsten rückt der 20te näher, was bedeutet, dass ich meine „Invoice File“ abliefern muss (am 20. wird das Gehalt ausgezahlt), was immer etwas kompliziert ist und wobei mir Jin-San Gott sei Dank immer sehr hilft! Gerade was die Steuern angeht, blickt niemand so wirklich durch. Japaner zahlen 10% Income Tax, da ich aber weniger als 1 Jahr in Japan lebe, muss ich keine Local Tax zahlen, was darauf hinaus läuft, dass meine Income Tax auf 20% ansteigt. Irgendwie ist sich aber niemand so ganz sicher wie und wo und wer das nun genau wohin zahlen muss. Als ich zu Jin-San dann heute mehr aus Spaß gesagt habe, dass ich nicht wegen Steuerhinterziehung ins Gefängnis möchte, hat er zwar zunächst gelacht, ist dann aber noch 2 mal zu mir gekommen und meinte er hätte das nochmal nachgeschlagen und ich brauch mir keine Sorgen machen, wir machen das schon irgendwie richtig. Und als ich nach Hause kam hatte ich noch eine E-Mail von ihm im Postfach (Um Viertel nach 8 aus der Adresse von der Arbeit - von wegen der geht auch immer gegen 7 nach Hause ;) ), dass sie sich nochmal mit dem Steuerberater in Verbindung setzen und ich mir bloß keine Sorgen machen brauche! Sind Japaner nicht einfach die nettesten Menschen der Welt?
Mittwoch, 16. Dezember 2009
Asia University
Ich fange an die Chuo-Linie abgrundtief zu hassen. Es gibt wohl keine andere Bahn in Tokyo, mit der es leichter ist, sich zu verfahren, als mit der Chuo-Sen! Dummerweise ist sie eine der zentralsten und praktischsten Linien (und dazu auch noch in meiner Nähe), die es in Tokyo gibt. Das Problem ist nur, dass nicht mal die Japaner in Tokyo durch das System durchblicken, mit der diese Bahn fährt: Express-Zug oder nicht, wo hält er jetzt? Ihr könnt euch vorstellen was mir heute passiert ist: Ich stand in einem der Express-Züge, war eigentlich mit Akiko (mit der ich mich neulich in Ikebukuro mit Rika zusammen getroffen habe und die mich in ihre Uni eingeladen hat) um kurz nach 12 verabredet und .. jaaa, der Zug hat natürlich NICHT an der Station gehalten, wo ich raus wollte ;) Ich habs Gott sei Dank rechtzeitig bemerkt und kam nicht viel zu spät! Also Akiko in Musashi-Sakai getroffen und in ihre Uni gefahren. Oh man, japanisches Unileben ist richtig geil. Am besten vergleichbar mit deutscher Kollegstufe, also ein Leben, dass ich sehr gemocht habe ;) Akiko ist auf jeden Fall ziemlich gesellig und ich hatte das Gefühl sie kennt jede 2te Person auf dem Campus! Wir waren dann also erst in einer Vorlesung, in der es um Massenmedien ging (keine Ahnung was das für ein Fach war). Ganz interessant, hab natürlich kaum was verstanden, aber hab brav mitgeschrieben (bzw. von Akiko abgeschrieben, denn die Handschrift des Lehrers konnte ich echt nicht lesen haha). Hat mich alles ziemlich an die Zeit in der High School vor zwei Jahren erinnert! Vor allem Kanjis zu schreiben, die ich weder lesen, noch schreiben, geschweige denn verstehen kann! Danach waren wir noch in einer Wirtschafts-Vorlesung, habe NICHTS verstanden, genauso wie Akiko, deswegen sind wir beide auch nach gut 20 Minuten eingeschlafen! Oh Gott, wie habe ich es vermisst einfach während dem Unterricht schlafen zu können haha
Sind dann mit 2 Freunden von ihr in ein Izakaya gegangen, gegessen, getrunken und war alles ganz witzig, ihre beiden Kumpels waren auch ziemlich nett. Wurde jetzt dazu auserkohren dem einen eine Freundin zu beschaffen und hoffe, dass war nur ein Witz, denn das könnte ein wenig schwer werden haha Aber wie gesagt, sehr nett gewesen :)
So ne japanische Uni zu sehen hat ihn mir ziemlich das Gefühl geweckt, an einer studieren zu wollen .. und das bedeutet folgendes: TU und dann Auslandssemester an der Partner-Uni in Nagoya.. Mal sehen, was die Zukunft noch so bringt!
Sonntag, 13. Dezember 2009
IMSTA FESTA
Dieses Wochenende war die Veranstaltung der „International Music Software Trade Association“, bei der Aoi und ich an der Rezeption gearbeitet haben. Das ganze fand im 32. Stock des Tokyo Opera City Towers (3. größtes Gebäude in Shinjuku, 6. größtes Gebäude in Japan) statt - geniale Aussicht, wie ihr euch vorstellen könnt! Aoi und ich waren um halb 10 in Shinjuku verabredet und als ich sie um 20 vor Anrufe und sie mit einem „scheisse!“ ans Telefon geht, mache ich mich also alleine auf den Weg (Fußmarsch von 25 Minuten, weil ich eine Station weiter hätte fahren müssen haha) und versuche dann in diesem riesen Gebäude erst mal den „Fahrzeug-Saal“ zu finden!! Als ich da bin wird mir typisch japanisch, damit auch alles schön einheitlich ist eine hellblaues Poloshirt überreicht. Aoi kam gerade noch vor Beginn der Veranstaltung und so saßen wir also 2 Tage da, haben fleißig „Irasshaimase“ (=Willkommen, eine Begrüßungsformel, wenn man einen Laden betritt) gesagt, die Namensliste abgehakt, Kataloge verteilt und den Weg zur Toilette erklärt :D Am Samstag gab es dann ein „Nomikai“ am Ende, also Essen und Trinken mit der Firma. Da wird aber beide total müde und fertig waren und ich von dem fettigen Essen auf leeren Magen totale Bauchschmerzen gekriegt habe, konnte wir das nur so mehr oder weniger genießen! Jetzt bin ich auf jeden Fall froh zuhause zu sein und nach 4 Tagen Arbeit morgen doch endlich mal einen freien Tag zu haben, mich mal um die ganzen Sachen zu kümmern, die ich letzte Woche vernachlässigt habe (mich bei gewissen Leuten melden, Bus Fahrkarte nach Hitachi reservieren und vorallem mal die Zeit planen, die kommt, wenn das Praktikum vorbei ist - ich möchte ja eigentlich gar nicht dran denken, denn ich möchte da echt nicht weg :( Na ja!) und insbesondere: endlich mal wieder so richtig schön ausschlafen :D
Freitag, 11. Dezember 2009
Mittagsgespräche
Ich habe neulich eine Einladung zur „Seijinshiki“ bekommen. Auf Englisch der „Coming of Age Day“. Ein Tag im Jahr, an dem alle Leute gefeiert werden, die 20 (man wird in Japan mit 20 erwachsen) wurden. Schon witzig. Bankkonto und Handy zu machen ist hammer Stress, aber auf so eine traditionelle Feier wie die Seijinshiki werde ich eingeladen. In Shinjuku, weil ich in dem Bereich der Stadt wohne. Nun gut, da geht man als Japaner natürlich mit Kimono hin. Und da ich mir sowas natürlich nicht entgehen lasse (Wer hat schon die Chance als Ausländer auf eine jap. Seijinshiki zu gehen!!), fragt mich auch jeder, ob ich einen Kimono tragen werde. Auch meine Gastmutter, die mir eigentlich schenken wollte, dass ich mir einen Tag einen ausleihen und dann fotos machen darf, hat mich gefragt, meinte aber sie würde mir lieber diesen Tag schenken wenn wir irgendwo die ganze Zeit zusammen sind - also gehe ich nicht im Kimono. Auch Jin-San, aus der Arbeit, dem ich das heute erzählt habe, hat mich gefragt, ob ich einen tragen werde. Als ich daraufhin meinte, dass sowas zu mir nicht passt, hat er entgegnet, das würden alle Ausländer behaupten und stimmt auf keinen Fall! (Ist wahrscheinlich das selbe, wie wenn ich versuche Japaner immer dazu zu überreden, dass sie Lederhosen tragen!) Ansonsten hab ich heute in der Mittagspause Jin-San auch von den Koreaner-Christen erzählt, woraufhin er die restliche Mittagspause von Betrügern und Sekten in Japan erzählt hat. Oh man, ich hätte meine Nr. echt nicht hergeben sollen haha Er meinte dann noch, falls ich doch auf jeden fall hingehen möchte, solle ich mir einen starken, böse-aussehenden Japaner mitnehmen. Als Beispiel hat er Kouno-San benutzt, auch ein Kollege von uns (der neueste in der Firma, total lieber und anständiger Kerl!), der kleiner als ich ist und das einzige, was böse an ihm aussieht, ist vll seine Glatze, aber na ja, für japanische Verhältnisse ist er wahrscheinlich ein böse-aussehendes Muskelpaket ;)
Ich hab ihn sicher schon öfters erwähnt, aber muss jetzt doch nochmal mehr über Jin-San erzählen. Er ist der jüngste aus meiner Arbeit (30), derjenige, der sich um mich kümmert, sozusagen für mich verantwortlich ist und mit Abstand der coolste und interessanteste Japaner, den ich je kennengelernt hab. Er hat 7 Jahre in England gelebt, einfach mit 16 die japanische Schule geschmissen, mehr oder weniger von zuhause abgehauen und nach England, mit den japanischen, schlechten Englisch-Kenntnissen sein A-Level gemacht und auf ne englische Uni. Find ich ziemlich mutig! Er ist jemand, der es versteht sich mit Ausländern zu unterhalten, nicht nur dass ich immer verstehe, was er sagt, sondern er versteht auch immer, was ich sagen möchte, in was für einem schlechten japanisch auch immer das aus mir herauskommt! Dafür bin ich unendlich dankbar. Außerdem ist er einfach sau witzig, was die Mittagspause immer zu ner ziemlich guten Zeit macht :D
Na ja, jetzt ist es Freitag Abend und morgen und übermorgen Arbeit ... wenigstens mit Aoi :)
Mittwoch, 9. Dezember 2009
Kino
Man möchte ja seine freien Tage nutzen, also war ich mit Aoi um 1 in Kichijouji verabredet - Daraus wurde dann natürlich zwei haha Schon witzig wie man hier immer in Zeitprobleme kommt, ohne eigentlich irgendwas zu machen ;) Wir sind dann mit Lernzeug bepackt durch Kichijouji gezogen, auf der Suche nach einem Kaffee. Und weil man ja was erleben möchte, sind wir natürlich nicht in irgendeine Kette gegangen, sondern haben uns wie üblich irgendwas komisch aussehendes, im Keller liegendes ausgesucht. Eine super geile Jazz-Kneipe, total stylish, in der wohl auch Live-Musik gespielt wird. Um die Uhrzeit natürlich nichts los, sprich wir hatten super unsere Ruhe! Sowas kann man auch nur mit Aoi finden! Alleine oder mit anderen Austausschülern, geschweige denn Japanern wäre ich in sowas sicherlich NIE gelandet. Wir saßen also gute 3 Stunden dadrin, haben uns unterhalten und brav gelernt. Dann sind wir zum Kino, haben uns „Zero no Shouten“ angeschaut, ein japanischer Film, der in den 50er Jahren spielt. Ein wenig düster und unheimlich, aber Recht interessant. Und hammer Kulissen! Danach noch ins „Stamm-Izakaya“ und da ich morgen arbeiten muss, leg ich mich jetzt ins Bett und hoffe schlafen zu können!
Dienstag, 8. Dezember 2009
Von Ginza, Christen und Sprachen
Am Montag kam meine Gastmutter nach Tokyo und wir habens uns in Ginza (eines der schicksten Viertel in Tokyo) gut gehen lassen - Nett Essen gegangen, ein wenig bummeln gewesen und sündhaften teuren Kaffee getrunken! Und dann war sie leider auch schon wieder weg :( Aber ich fahr ja über Sylvester (Was in Japan ein bisschen so wie bei uns Weihnachten, also Fest der Familie ist) zu ihr, das wird sicher schön! Und dieses mal wird die Zeit besser genutzt, bin total heiß drauf Ikebana (jap. Blumensteckkunst - meine Gastmutter ist Lehrerin dafür) zu machen und weiß gar nicht, wieso ich im Oktober nicht wollte. Na ja! Heute dann gearbeitet, musste zum ersten mal etwas übersetzen. Man müsste meinen, wenn man in der Arbeit Dinge wie "andere Arten von chemischen Stoffen, die negative Auswirkungen auf die menschliche Umwelt (Cadmium, Quecksilber und Blei) haben können, oder Bleilot und Quecksilber in der LCD-Hintergrundbeleuchtung" übersetzen muss und sich in der Mittagspause mit seinem Chef über Horse Tranquilizer unterhält, hat man japanisch gemeistert - Es ist leider nicht annähernd der Fall! Aber ich gebe mein bestes und lerne fleißig!! Ansonsten wie gesagt toller Tag in der Arbeit!
Auf dem nach Hause Weg bin ich schon eine Station früher, also in Takadanobaba ausgestiegen, weil ich endlich mal wieder Einkaufen musste (Der Supermarkt liegt so mehr oder weniger auf dem Weg) und Lust auf Bubble Tea hatte! Als ich am Bahnhof stand, haben mich 2 Koreaner (nach kurzem englisch sind wir relativ schnell ins Japanisch übergegangen) angesprochen - Christen, die mich in ihre Kirche einladen wollten. Vielleicht ganz interessant, dachte ich mir, Nummern ausgetauscht und jetzt bin ich mir doch nicht so sicher, ob ich halb-fanatischen, koreanisch-japanischen, christen meine nr. hätte geben sollen, aber egal! Vielleicht geh ich ja vor Weihnachten noch hin, wenn ich mal Zeit habe!
Eines der besten Phänome daran, eine Sprache Vorort im Land zu lernen ist sicherlich, dass man meistens die neuen Vokabeln gleich in der Umgebung hört. Ein Beispiel: Neulich habe ich das Wort „Zenkoku“ auf eine meiner staubigen Karteikärtchen geschrieben ;) Das entweder „Das ganze Land“ oder „Alle Länder“ bedeutet. Ich habe mir erst überlegt, ob ich so ein Wort überhaupt brauche (Ich wäge oft ab, ob Vokabeln wichtig sind oder nicht und somit, ob ich auf sie viel Wert oder eher weniger legen soll, sprich 3mal abfragen oder wirklich auf eine Karteikarte schreiben soll - wenn ichs mir jetzt überlege total schwachsinnig, weil das Wort aufgrund der Zeichen, mit denen es geschrieben ist, sich selbst erklärt .. aber das ist jetzt auch schon egal, jetzt hat es sich auch so schon ins Hirn gebrannt!). Zwei Tage nach dem ich dieses Wort eher halb überfliege begegnet es mir und ich frage mich die ganze Zeit - Wie wäre diese Unterhaltung gelaufen, wenn ich das Wort nicht zwei Tage früher gelernt hätte. Und jetzt ist es eingebrannt. Und geht so schnell nicht mehr weg. So macht lernen Spaß!!
Sonntag, 6. Dezember 2009
Party Weekend Part II
Da ich mal wieder nichts essbares im Haus habe, gehe ich im Schlafanzug zum Konbini nebenan und kaufe mir ein Sandwich. Als ich zurückkomme und den Code für die Tür eingeben will, klappts nicht sondern es kommt nur ein nervtötendes Piepsen. Nachdem ich es drei mal probiert habe, muss ich einsehen: Du kommst durch die Tür nicht rein. Verdammt! Ich steuer zur Haupttür (durch die ich das Haus noch nie betreten habe) und möchte den Code eingeben, aber irgendwie ist das System anders und ich checke es nicht. Also denke ich mir, ich rufe bei Fontana, der Firma an, aber ich habe natürlich mein Handy im Zimmer. Total panisch und hysterisch, überlege ich schon einfach irgendwo zu klingeln (obwohl ich auch nicht weiß, wie das geht!), als Gott sei Dank die Tür aufgeht und einer meiner Ami-Nachbarn so lieb ist und mir das ganze System erklärt. Die hintere Tür ging nicht auf, weil jemand den Code versaut hat, dann dauert das ne halbe Stunde, bis es wieder funktioniert. Und wie ich die vordere Tür aufkriege weiß ich jetzt auch! Juhu, nette Nachbarn und doch nicht nur Waschmitteldiebe! :)
Später bin ich mit Aoi zum Essen in Takadanobaba, in irgendein Fleisch/Grill/Irgendwas-Restaurant. War zwar nicht teuer, aber auch nicht billig und vor allem nicht sonderlich gut, erst recht nicht sättigend, sondern lag nur schwer im Magen. Dann mit der bekannten von ihr (Die Austauschstudentin an der Waseda Uni ist) und deren Austausch-Freunden (Man sieht mal wieder, dass die einfach nicht unter Japaner kommen! Es waren 2 Japaner in der Gruppe von 25 Leuten!) in ein Karaoke in Takadanobaba. Mittel witzig, wenn man keinen kennt und die Leute waren zwar alle sehr nett, aber um ehrlich zu sein: lahm. Aoi und ich waren die einzigen die sich brav Bierchen gezischt haben - Was für Karaoke einfach notwendig ist, damit die Hüllen fallen und man ins Mikro grölen kann! Nach 2 1/2 Stunden sind dann die meisten heim gefahren und das Geburtstagskind wollte noch etwas trinken gehen. Wieso wir dann in diesem billig-Essen-Ketten-Restaurant (Es gibt in Japan Restaurants, an denen du am Automaten zahlst, dich an den Thresen setzt und dann für unter 300Yen (=weniger als 1,50€) ein nicht sonderlich gutes, einfaches Reisgericht kriegst) gelandet sind, weiß ich zwar nicht, aber es gab Bier, also war‘s uns auch egal! Die armen Austauschstudenten führen schon irgendwie ein übles Leben im teuren Japan haha Aoi und ich haben uns also relativ schnell verabschiedet und spontan entschlossen noch nach Shibuya zu fahren und richtig Party zu machen! Sind also mit einer der letzten Bahnen nach Shibuya und haben uns auf die Suche nach dem Club „Harlem“ gemacht, in dem Freunde von Aoi waren. Ewiges rumsuchen, etliche Anmachen und ein Dosen-Bier später haben wir dann jemanden getroffen der wusste, wo wir hin müssen. Und dieser nette Herr war in Begleitung von: Jack Sparrow!!! Oder zumindest jemandem der EXAKT so aussah, sich EXAKT so bewegt hat und vor allem EXAKT so geredet hat haha Sau geil! Weil Aois Handyakku leer gegangen ist, haben wir trotz Sucherei ihre Freunde im Harlem nicht gefunden - war aber auch egal, weil wir bis 5 Uhr zu super geilem Old-School Hip-Hop abgespackt haben! Man, hat das wieder gut getan!! Obwohl wir des öfteren eingeladen wurden, ist der Abend bei unserer Trink-Geschwindigkeit gut ins Geld gegangen - aber das war es wirklich wert! Um 5 dann endlich nach Hause und natürlich geht das nicht ohne McDonalds. Und wen treffen wir da?? Jaa, Jack Sparrow!! Wie klein ist diese Welt? Vor allem weil wir dieses mal feststellen, dass er deutsch kann! Viel zu witzig! Also mit der Yamanote nach Hause und heute dann den halben Tag nichts gemacht, bis wir um 4 irgendwann Hunger gekriegt haben und zum Italiener hier in der Nähe gegangen sind. Sehr leckere Pizza!! Endlich mal ein Party Wochenende, wie man es sich vorstellt :D Ich würde sagen bester Abend bisher in Tokyo!
Samstag, 5. Dezember 2009
Haukes Geburtstag
Bin also nach der Arbeit gleich nach Shibuya gefahren und zum McDonalds, obwohl ich keinen Hunger hatte und vor allem keine Lust auf nen Burger. Aber mit leeren Magen trinkts sich‘s nun mal schlecht. Ich stand also richtig Westler-Klischee mäßig am überfüllten Hachiko und hab mir den Burger reingezogen haha Hachiko ist im übrigen eine Hundestatue (um die es auch eine Geschichte gibt - Ist auf jeden Fall ein Symbol der Treue in Japan) und der Treffpunkt in Shibuya. Man trifft sich IMMER vorm Hachiko. Das bedeutet natürlich, dass am Freitag Abend da immer Menschenmassen ohne Ende sind. Und Leute die dich anmachen! Oder es zumindest probieren ;) Es hat den armen Japaner gute 10 Minuten gekostet, bis er irgendwas unverständliches auf Englisch gesagt hat. Ich darauf meine Standartabsage: Dummes Gesicht aufsetzen und „Wakarimasen“(=ich verstehe nicht) sagen! Klappt super! Nur irgendwie scheint der Kerl das nicht gecheckt zu haben und versuchts nochmal auf Englisch. Ich gucke weiter fragend, dann fragt er mich auf Japanisch woher ich komme. Ich schaue weiter dumm drein, er probierts nochmal auf unverständlichem Englisch und sagt dann doch tatsächlich auf japanisch: „Ach, du verstehst kein Englisch“ haha Nein, DU kannst es nur einfach nicht ;) Dacht ich mir und bin weggangen. Ich steh also da und halte nach Hauke Ausschau, als ich n paar Schritte neben mir ein Mädchen auf deutsch telefonieren höre „Was?? Dann brauchst du ja noch ewig!“. Und in dem Moment, in dem sie auflegt kommt ein Mädchen auf sie zu, sie begrüßen sich und ich hör nur „Was?? Noch in Kanagawa?? Typisch Hauke!!“. Also angesprochen, ob sie zu Hauke gehören und mich schön an deren Arsch geklebt haha Als wir die große Kreuzung in Shibuya überquert haben, sind wir viel zu spät losgegangen und standen alleine in der Mitte der Kreuzung. Die Autos fahren da ohne erbarmen los, da hilft nur noch rennen!! Oh man, keine 5 Minuten mit Deutschen unterwegs, schon hat man ein nahtot-Erlebnis! haha Hauke kam gut 1 1/2 Stunden zu spät. Da saßen wir alle schon längst im Karaoke, All-you-Can-Drink für 1000Yen pro Stunde, sprich ich war schon leicht angeheitert ;) Nach 3 Stunden dann da raus und alle sind mit der letzten Bahn heim gefahren, also bin ich zum Bahnsteig der Yamanote hoch, die ja Gott sei Dank als meistbefahrenste Linie in Tokyo (Eine Bahn die im Kreis an alle wichtigen Punkte in Tokyo fährt) auch immer relativ spät fährt. Zug fährt ein und ich sehe schon: Das wird voll. Da steht man also angeschwipst zwischen hunderten anderen angeschwipsten Japanern und wird so eingequetscht, das man fast nicht mehr atmen kann, geschweige denn auch nur eine winzige Bewegung machen kann (im übrigen ein super Ort für ein kleines Nickerchen). Niemand hält sich fest (weil es nicht geht), wenn gebremst wird sieht man wie die Menschenmasse nach vorne oder hinten „fällt“, bzw. sich biegt! Bei jeder Haltstelle fängt das super Gedrücke an, weil Leute raus müssen und natürlich keiner Aussteigen will, weil jeder Angst hat, dann nicht mehr reinzukommen. Die Leute die aussteigen sind immer weniger, als die die reinwollen und so gibt es viele die es noch verzweifelt versuchen, aber dann halt doch feststellen, dass sie hier leider nicht mehr reinpassen. Ich war wirklich schon oft in vollen Zügen hier, aber das war ABNORMAL. Wirklich crazy! Gott war ich froh in Takadanobaba zu sein und in die schön leere Tozai-Linie umzusteigen. Heute morgen wurde ich dann von irgendeiner hammer lauten Durchsage geweckt und das Sturmklingeln, was darauf geherrscht hat. Hab natürlich nicht aufgemacht. Man wird halt leider auch in Japan Samstagsmorgens belästigt :( Na ja, ich habe einen leichten Schädel.. Aber interessanter Abend!
Freitag, 4. Dezember 2009
091204
Habe mal wieder viel zu lange nichts geschrieben. War zu faul. Tut mir leid, dass es mal wieder lange wird!
Am Montag bin ich auf Shopping-Tour gegangen: Erst mal japanisch Bücher im größten Kinokuniya (Buchladen Kette - vergleichbar mit Hugendubel. Hab mir natürlich auch gleich mal eine Point-Card zugelegt, die man in Japan echt in jedem noch so winzigen Laden aufgedrückt kriegt!) in Shinjuku gekauft. Dann nach Harajuku und 2 Pullis gekauft - wird ja langsam kalt! Ich habe dann zum ersten mal einen klassischen „Nanpa“ gesehen. Nanpa ist eine durchaus gängige Art und Weise in Japan zu flirten. Ein Nanpa ist ein Kerl, der an gewissen, dafür bekannten Straßen (eig. nicht in Harajuku, aber na ja), steht und einfach auf ein Mädchen wartet, das vorbei läuft und ihm gefällt, um es anzusprechen, ob sie nicht mit ihm was Essen/Trinken gehen will. Die meisten sagen natürlich nein. Wie auch in dem Fall, in dem ich es gesehen habe. Das ganze besteht aus mehr Regeln als man denkt - durch die ich natürlich nicht durchblicke!
Als ich nach Hause kam, war eine Benachrichtigung der Post im Briefkasten. Das Päckchen meiner Gastmutter enthielt neben einem ewig langen und schwer verständlichen Brief, Udon-Suppen, Anko (jap. Bohnenpaste), Mochi (spezieller japanischer Reis), Furikake (Reisgewürze), Äpfel und ein Rezept, wie ich sie zubereiten soll. In Deutschland esse ich einen Apfel normalerweise so: Waschen und reinbeißen. Aber nein, hier muss man einen Apfel schälen, kochen und zubereiten. Ich habe das mal meiner Gastmutter zuliebe gemacht und sie hat sich denke ich mal riesig über das Bild, das ich ihr geschickt habe, gefreut! Es ist ja irgendwie einfach nur total lieb, dass sie sich die ganze Zeit Rezepte überlegt, die ich in meiner winzigen Küche zubereiten kann. Obwohl ich mit meinen Fertig-Nudelsuppen ja eigentlich glücklich bin!
Dienstag dann Arbeit. Wie immer einfach klasse. Mittagspause mit Jin-San Burger Essen gegangen. Und klar, Burger-Restaurant, die hälfte der Gäste waren Amis (Gleich neben dem Büro ist ein - eingezeuntes!! - Wohnviertel der Leute der amerikanischen Botschaft. Deswegen war in der Gegend während Obamas Besuch in Tokyo auch super viel Polizei am start.)! Ich habe mir einen kleinen, etwas peinlichen Versprecher gegönnt, aber vor Jin-San ist das ja nicht so wild. Mittwoch habe ich mich dann mit Shinohara-Sensei und Michiko-San (Freunde meiner Gastmutter aus Ibaraki, die schon vor 2 Jahren immer viel für mich getan haben) getroffen. Sind ins Museum gegangen (was erstaunlicherweise echt sau cool war) und danach nach Omotesando, die große Straße entlanggelaufen, die weihnachtlich geschmückt - mit viel tam tam - ist! Hier ist schon mehr Weihnachtsstimmung als in Deutschland wahrscheinlich. Michiko-San hat mir auch die ganze Zeit erzählt, dass das im Fernsehen läuft. Ich muss unbedingt das nächste mal über japanisches Fernsehen berichten. Darf ich nicht vergessen!! Vor allem über eine Unterhaltung mit Jin-San darüber haha Erinnert mich daran, falls das in den nächsten Posts nicht auftaucht!
Dann Donnerstag wieder Arbeit. In der Mittagspause durfte ich zum eine millionsten mal das deutsche Schulsystem erklären - und ich bin mittlerweile richtig gut darin geworden :D Am Abend habe ich dann mit Aoi geschrieben, dass wir am Wochenende was machen. Je nach Laune gehen wir entweder auf eine Party von einer Freundin von ihr in Takadanobaba (bei mir um die Ecke, in Laufweite, d.h. man muss sich keine Gedanken um die letzte Bahn machen: Sehr verlockend!) oder in Kamakura (Ein berühmter Strand-Ort nahe Tokyo) einfach spazieren. Mal sehen! Heute Abend erst mal Haukes Geburtstag in Shibuya! Je nachdem ob mich da irgendjemand beachtet fahr ich mit der letzten Bahn heim oder geh Clubben. Für den Geldbeutel wäre letzte Bahn natürlich besser .. aber war ja bisher noch wirklich kaum abends unterwegs .. we‘ll see! Jetzt muss ich erst mal in die Arbeit! Aber es wird langsam kalt, da fällt es einem immer schwerer, aus dem Bett zu kommen. Ich hab da eine sehr effektive und masochistische Weckmethode: Ich schlafe ja sozusagen im "2. Stock" und der Wecker liegt halt unten, am anderen Ende des Zimmers. Wenn man erst mal anfängt Treppen zu steigen, ist es auch schon egal, dann kann man auch wach bleiben!
Montag, 30. November 2009
Ruhelose Nacht
Da schläft man sich mal 14h aus und prompt kann man am nächsten Tag natürlich nicht einschlafen. Da hilft weder Film schauen noch lesen. Was macht man also um halb 4 Uhr nachts in Japan, wenn man nicht schlafen kann und sau hunger hat, weil man gegen 8 zu Abend gegessen hat? Genau - man geht zum 24h Convinience Store nebenan und kauft sich was geiles zu essen. Jetzt liege ich also im Bett und esse Reisbällchen und denke über gestern nach. Was ich nämlich vergessen hab zu erzählen: Rika, aus meiner ehemaligen Klasse heiratet nächstes Jahr, nachdem sie die „Berufsschule“ abgeschlossen hat. In Deutschland ja eher ungewöhnlich, dass man mit 20 ans heiraten denkt, hier sagen aber alle nur „Glückwunsch“ und „Toll, du bist die erste aus der Klasse, die heiratet!“. Bei der Vorstellung, dass meine kleine, liebe Rika, die gerne shoppen geht und alles total „kawaii“ (=süß) findet und sich bis spät in die Nacht Kunstnägel erstellt, nächstes Jahr zurück nach Ibaraki geht und mit ihrem Mann zusammen zieht (wahrscheinlich bald Kinder kriegt und Hausfrau wird), wird mir ja etwas anders. Aber in Japan ist es halt doch noch so, dass die Frauen einfach noch in der typischen Frauen Rolle stecken. Bei manchen habe ich echt das Gefühl die gehen nur in die Uni oder zur Arbeit um eben einen Mann kennenzulernen und dann schnell Kinder kriegen um Hausfrau zu werden. Ist natürlich nicht bei allen so. Aus meiner Sicht aber trotzdem erschreckend!
Habe im übrigen eine super Seite fürs Kanji-Lernen entdeckt und die Motivation ist wieder voll auf entflammt!! Mein Ziel: JLPT Level 2. Sprich ich hab noch ein gutes Jahr um 1000 Kanjis und etliche Vokabeln zu lernen. Japaner haben für die besagten 1000 Kanjis zwar die erste 6 Schuljahre reserviert, aber wenn man sich reinhängt, klappt das sicher! Japanische Bücher - ich komme!!
Sonntag, 29. November 2009
Nabe und Ikebukuro
Freitag Arbeit, den Online Store geholfen zu erstellen. In der Mittagspause wollten sie mir ein Quiz zum Film Stand by Me stellen. Habe ich allerdings nicht gesehen. Da sie um ein Mittagessen gewettet haben, ob ich es lösen kann oder nicht, wird der Film ins Detail studiert ;) Bis halb 8 in der Arbeit gewesen, dann über eine Stunde bis nach Hachiouji zu Sakurako gefahren und Nabe gegessen. Ihr Freund sieht nach Saku‘s Beschreibung „Böse“ aus und überhaupt nicht wie 20. Ist trotzdem aber glaube ich der liebste Japaner, den ich je getroffen habe. Kam mir zwischen den beiden wie ein Kind zwischen Mama und Papa vor, so lieb haben sie sich um mich gekümmert. Da verpasst man auch leicht mal die letzte Bahn. Und da ich mim Taxi wahrscheinlich über 150€ zahlen hätte müssen, haben wir uns also bis zur ersten Bahn um halb 5 unterhalten. Bzw. Tomo, Sakus Freund und ich haben zu zweit 2 Flaschen Nihonshuu (=Sake, japanischer Reiswein) geleert und uns über das Universum und Zeitreisen und so ein Zeug unterhalten haha Saku saß mit Wörterbuch daneben und hat brav die ganzen Wörter ie „Atom“ und „Astronomie“ nachgeschlagen haha :) Die arme! Um halb 5 dann den ersten Zug genommen und natürlich total weggepennt. Gott sei Dank bin ich rechtzeitig aufgewacht. Lag dann um 6 irgendwann im Bett und nach guten 5 Stunden schlaf hatte ich meine Gastmutter an der Strippe. Dann bin ich nach Ikebukuro gefahren und habe mich mit Rika und Achiko (Freundinnen aus meiner alten Klasse) getroffen. Saßen gute 3 Stunden beim Okonomiyaki-All-you-can-eat :D Waren dann noch shoppen, Purikura machen und saßen bis 9 in einem Café. Sehr witzig gewesen, die beiden könnten irgendwie unterschiedlicher nicht sein und sind sich trotzdem so ähnlich! Als ich um 10 zuhause war, wäre ich vor Müdigkeit fast gestorben! In Japan ist man eh immer müde, die Konzentration, die man aufwenden muss um japanisch zu reden, schlaucht einen einfach total und nach einem Arbeitstag, einer halb durchgemachten Nacht und 8 Stunden „Machinegun Talk“ (wie die Japaner es nennen) von Achiko macht einen geistig zum krüppel! Ich habe also gute 14 Stunden bis heute um 12 geschlafen und habe heute dann echt NICHTS gemacht. Außer natürlich schon 2 mal Stand by me angeschaut haha Im übrigen ein cooler Film!
Morgen fang ich an zu lernen!! Ganz sicher, ganz ganz sicher!
Donnerstag, 26. November 2009
Ist nützlich und glücklich
Gestern bin ich erst JEDEN Laden in Harajuku abgelaufen und dann durch das komplette 109 (DAS Kaufhaus in Shibuya) gegangen, bis ich endlich im Keller!!! (Man fängt in dem Kaufhaus oben an, macht man irgendwie so!) die geliebten OverKneeBoots ohne Absatz gefunden habe! Ja, ich bin jetzt stolzer Besitzer dieser Schlampen-Stiefel und ich liebe sie ;) Bin damit auch gleich mal zum Einkaufen am Abend gegangen - Shorts und Stiefel zum Einkaufen im November, sowas kann man auch nur in Japan machen, ohne sich blöd vor zukommen :D
Heute dann wieder Arbeit und der ganze Tag hat mir schon wieder die Laune so versüßt, dass mir die Woche eigentlich gar nicht mehr verdorben werden kann! (Nicht mal von den undefinierbaren, ewig langen Mails meiner Gastmutter, aus denen ich überhaupt nicht rauslesen kann, ob sie jetzt sauer ist/ich was falsch gemacht habe, oder nicht!) Gelacht, interessante Geschichten gehört und vor allem: Bin ich endlich nützlich. Ich habe zwar bereits beim ersten Treffen erwähnt, dass ich die Grundzüge des Webdesigns beherrsche, mich aber wohl typisch japanisch selber zu sehr runter gemacht, dass sie dann doch ziemlich erstaunt waren, dass ich mich beim Helfen des Onlineshops einrichten gar nicht so dumm anstelle - und vor allem verdammt schnell bin (auch wenn mir die japanische Tastatur und vor allem die japanischen Texte - die ich nicht schreibe, aber halt verwende - ein kleines Hindernis sind). Die Computer-Nerd-Vergangenheit bewährt sich mal wieder großartig!! Das Gesicht von Jin-San, als er festgestellt hat, dass wir das zusammen wahrscheinlich morgen hinkriegen und er nicht noch nächste Woche dran arbeiten muss, war absolut unbezahlbar :) Dafür sitzt man wirklich einfach nur gerne bis halb 8 in der Arbeit. Morgen kann mit der Arbeit und danach Nabe-Essen bei Saku eigentlich nur ein perfekter Tag werden!
Dienstag, 24. November 2009
Waseda Fußball-Club Party
Am Sonntag bin ich nach Akihabara gefahren und hab mir für nicht mal 15 Euro ein Glätteeisen gekauft. Das natürlich totaler schrott ist - hätte ich mir auch denken können! Danach bin ich noch einkaufen gegangen, um mal wieder was essbares Zuhause zu haben!
Montag war es dann so weit: Der Tag der langersähnten Party des Fußball-Clubs der Waseda Uni. Nachdem ich ja eigentlich den ganzen Tag nichts zu tun hatte, habe ich es natürlich trotzdem geschafft am Ende in Zeit Probleme zu kommen (man sollte nicht Murakami lesen, wenn man noch etwas vorhat! Und auch nicht mim Felix telefonieren!). Also habe ich mich abgehetzt, nichts mehr gegessen und bin rechtzeitig in Shibuya angekommen, wo ich mich mit Nodoka getroffen habe. Und wenn man schon 20Euro für ein bisschen mehr als 2 Stunden All-You-Can-Drink (wir kamen zu spät, weil sie nicht früher konnte) zahlt, will man natürlich auch was davon haben. Trotz leeren Magens und etwa 10 Gin Tonics habe ich es aber nicht mal geschafft angeheitert zu werden!! Ich kann mir nicht vorstellen, dass in diesen Drinks überhaupt Alkohol drin war? Na ja, wir haben eben mit ein paar Waseda Studenten gequatscht, war ganz nett! Ich war natürlich als einzige Ausländerin mal wieder Blickfang, aber musste auch wieder mal feststellen, dass ich mit meinem nicht dem kichernden, süßen, japanischen Mädchen entsprechenden Auftreten manchmal eher etwas Angst einjage! Das ich Gin Tonic und nicht irgendeinen total süßen Cocktail getrunken habe, tut da seinen Teil dazu! Und natürlich dass ich nicht nach 2 dieser Witz-Getränke giggelnd in der Ecke hänge, rot werde oder total aufgedreht bin!
Na ja, wie gesagt, die waren alle sehr nett und witzig, aber das man sich nochmal mit jemandem von denen trifft, ist wohl eher ausgeschlossen. Und als ich mit dem Gefühl, mich an das alleine sein nun wirklich gewöhnen zu müssen im Bett liege und schon halb schlafe kommt eine Mail von Saku, die mich fragt, was ich Freitag Abend mache - yes!
Bin also bei ihr zuhause zum „Nabe-Essen“ (Nabe=Topf, also sozusagen Eintopf in den jeder reinschmeißt und rausholt, was er möchte .. eines dieser kommunikativen Essen in Japan!) eingeladen und hoffe ich stelle mich gut an und überzeuge mit meinem japanisch, damit sie mich des öfteren mit ihrem Freundeskreis irgendwohin mitnimmt!
Ansonsten dann heute Arbeit, sprich toller Tag :) Ich liebe meine Arbeit einfach! Ich liebe die Leute, ich liebe die Gespräche die wir führen und vor allem liebe ich es das sie mich verstehen, auch meinen Humor und darüber herzlichst lachen. Vor allem Jin-San. Zu den Fotos komme ich noch .. hoffentlich! Achja, an alle die das lesen .. das ist mein 18. Eintrag, also .. ihr dürfte gerne mal ein Kommentar hinterlassen, meinetwegen auch sinnlos ;) Auch wenn ich das hier auch für mich selber schreibe!
Samstag, 21. November 2009
Interbee 09
Aoi und ich treffen uns also mehr schlecht als Recht ein wenig zu spät am Tokyo-Bahnhof und - wer hätte auch etwas anderes erwartet - verfahren uns natürlich! Macht aber absolut nichts, da wir ja Gott sei Dank eine 3/4 Stunde Verfahr-Zeit mit eingerechnet haben und somit nur eine knappe halbe Stunde zu spät kommen. Vom üblichen Messe Alltag brauche ich wahrscheinlich nicht erzählen. 3 Tage am Stück 8 Stunden stehen, lächeln, Prospekte verteilen, Visitenkarten entgegen nehmen. Ich war nur froh, dass Aoi mit dabei war, denn so hatten wir eigentlich immer was zu quatschen und zu lachen, und wenns mal langweilig wurde, wurde eben „Wer bin ich“ oder „Shiritori“ (Das japanische equivalent von „Teekässelchen“) gespielt. Am ersten Abend ging es dann „Shabu-Shabu“ Essen (jap. Fleischgericht) und danach noch mit ein paar der Leuten der Firma und 2 Engländern in die Hotel-Bar im 24 Stock - ziemlich interessant gewesen, egal ob Business-Unterhaltungen, die sehr coolen Geschichten über die Musikszene oder einfach nur der sau witzige Smalltalk. Außerdem habe ich auch zum ersten mal mit den Leuten aus meiner Firma auf Englisch geredet, was mich nicht nur begeistert hat (es finden sich selbst bei den ganz großen Firmen selten Leute in Japan die SO gut englisch sprechen), sondern auch einfach interessant war (Man ist eben doch ein wenig ein anderer Mensch, wenn man in einer anderen Sprache redet)! Da tritt man außnahmsweise mal nicht in jedes sprachgegebene Fettnäpfchen! Mein Hirn war natürlich nach dem üblichen Deutsch/Englisch/Japanisch „geswitche“ totaler Brei. Was dann auch zu dem wunderbaren Steinschlaf geführt hat, den wir 2 Nächte hatten. Lag allerdings wahrscheinlich auch an den geilen, riesigen Betten in unserem Hotelzimmer mit großen Bad (und einer normalen Dusche!!!), riesigem Fernseher und Ausblick über die Skyline in Makuhari. Da fällt einem erst mal auf, wie toll so ein normales Hotelzimmer ist, wenn man ein einfaches japanisches Leben führt (wobei das bei Aoi sicher noch heftiger ist als bei mir!). Am zweiten Abend waren wir Steak-Essen und haben uns wie üblich interessante Geschichten angehört. Da Aoi und ich um 10 aber irgendwie doch noch nicht Bett-Reif waren und den letzten Abend genießen wollten, haben wir uns noch einen Drink in der Hotelbar gegönnt. Man kommt sich schon cheffig in seinem Kostüm vor, Wein trinkend, an der Hotelbar. Aber auch tagsüber mit Kaffee in der Hand durch die Straßen hetzend - Busy Geschäftsfrau spielen macht schon Spaß :D
Am Freitag war die Messe dann um 5 vorbei und da wir bei den Aufräumarbeiten wahrscheinlich nur gestört hätten, durften wir, nachdem wir die Kataloge und leichten Sachen eingeräumt hatten, heim fahren. Gott sei Dank hatten wir Plätze in der Bahn, da wir ja eine Stunde gefahren sind. Wollten dann noch etwas Essen gehen und haben uns für Kichijouji entschieden, von wo aus ich in 15min mit der Bahn und Aoi innerhalb von 10min mit dem Bus nach Hause kommt. Außerdem ist Kichijouji einfach nur sau cool! Wir sind also erst mal n bisschen rumgelaufen und haben uns an den ganzen Läden und Kneipen erfreut und sind dann in ein Izakaya (japanische Bar/Pub), zwar eine Kette, trotzdem aber sau cool asiatisch aufgemacht und einfach cool. Nach dem Essen und während der Hälfte des 2ten Bierchens saßen wir uns schweigend und völlig fertig gegenüber, aber spätestens als uns dann (nach 3 Tagen!!) ein ziemlich peinliches Missverständnis (das ausnahmsweise nicht aufgrund der sprachlichen oder kulturellen Differenzen aufgetreten ist, sondern einfach nur weil wir beide totale deppen sind haha) aufgefallen ist, war die Stimmung wieder so angehoben, dass das halbe Izakaya mit lautem Gelächter gefüllt wurde - Die Müdigkeit wie weggewischt. Also wurde weiter brav bestellt, bis wir auf einmal festgestellt haben, dass es bereits 1 war und somit meine letzte Bahn natürlich weg. Also sind wir zu Aoi gefahren, was mim Taxi nicht so teuer ist, weil ihr Studentenwohnheim nicht so weit weg ist. Aois Wohnung ist um einiges kleiner als meine und das Bad ist der absolute Hammer haha Weiß nicht welcher Japaner auf die Erfindung kam Klo, Waschbecken und Dusche in einen 1m^2 Raum zu stopfen (versteht mich nicht falsch, da gibts keine Abtrennung, der Duschkopf befindet sich der ÜBERM Klo), aber so sieht‘s aus im Studentenwohnheim der besten Uni Japans! Wie wir es nach den Anstrengungen der 3 Tage geschafft haben bis 4 wach zu bleiben weiß ich zwar nicht mehr, aber heute spüre ich doch sehr die Müdigkeit. Wir sind relativ früh aufgestanden, haben bis nach Kichijouji einen Spaziergang gemacht, waren Mittagessen, haben uns Kochbücher gekauft und jetzt bin ich zuhause, wieder allein, nach den 3 witzigsten, interessantesten und einfach nur besten Tagen, die ich seit Jahren hatte!
Fotos folgen morgen, hab gerade einfach keine Lust!
Dienstag, 17. November 2009
Waschmittel-Diebe
Als ich gestern waschen war, hat sich der Verdacht, den ich schon beim letzten mal hatte, bestätigt: Irgendjemand zockt hier mein Waschmittel!!! Gehts noch? Zur Erklärung: Im Erdgeschoss des Gebäudes befinden sich „Coin Laundries“ und dazu unverschließbare Schließfächer, in denen man eben sein Waschmittel platziert. Ich scheiss zwar auf die 400Yen, aber das fand ich einfach nur peinlich und erbärmlich und zeigt, dass man den Leuten in diesem Haus irgendwie nicht vertrauen kann!! Das hier nicht gegrüßt wird, versteh ich ja gerade noch, vor allem bei den Japanern, die wahrscheinlich eingeschüchtert sind, dass hier so viele Ausländer wohnen, aber immer glücklich zurück grüßen, wenn man sie auf japanisch anspricht und lächelt! Aber egal, wenn mein Waschmittel weiterhin so drastisch zuneige geht, muss ich es halt mit ins Zimmer nehmen! Ob das jetzt spießig klingt hin oder her! Sowas geht einfach gar nicht!! Und bei den Preisen die man hier pro Monat zahlt, wird das bisschen Geld für Waschmittel ja gerade noch drin sein, oder?
Na ja, heute bin ich dann aufgewacht, es hat wieder mal total geschüttet und wenn nichts anderes auf einen wartet als Aufräumen und schlechtes Wetter, dann .. ja, bleibt man halt auch gerne mal etwas länger im warmen Bett :)
Der Vorteil an 20m^2: So schnell wie‘s hier aussieht wie sau, so schnell ist es auch wieder aufgeräumt!
Morgen bin ich um 8 mit Aoi am Tokyo-Bahnhof verabredet, von wo aus wir zusammen nach Makuhari fahren, wo dann die Messe stattfindet. Freue mich irgendwie wahnsinnig! Wir sehen uns also in 3 Tagen! Bis dann!
Montag, 16. November 2009
Und weiter gehts!
Gefesselt, beeindruckt und nach meinem super-langweiligen Wochenende ehrlich gesagt auch verdammt eifersüchtig kann ich nicht aufhören „Tokyo Diaries“ fertig zu lesen (Vielen Dank Alina!!). Wieso scheint es für andere Leute kein Problem zu sein, sogar nicht nur am Wochenende auszugehen? Aber das kommt schon noch. Vor allem für‘s japanisch lernen war es ein guter Ansporn! Ich bleibe optimistisch, obwohl ich selbst um 3 noch nicht einschlafen kann und mir zum tausendsten mal Fight Club anschaue. Geplagt von heftigen Bauchschmerzen (jetzt weiß ich auch, wieso alle immer sagen, dass die Fertig-Nudel-Suppen für den Körper so schlecht sind!) schlafe ich dann irgendwann um 5 ein. Um nicht in einen brisanten Rythmus zu fallen, stelle ich mir den Wecker auf 9 Uhr morgens, den ich natürlich gnadenlos verschlafe und um 11 aufwache. Ich schreibe in die Arbeit ne Mail, wegen der Messe und so Ende ich damit nach Iidabashi zu fahren, um mir nachträglich eine Rechnung für meine Fahrkarte ausstellen zu lassen haha Dann bin ich zurück nach Hause (insbesondere auch weil mein Handy Akku leer war und das in Japan .. der tot bedeutet!) und hab endlich die Sachen mit der Bank geregelt und jetzt eigentlich hoffentlich auch endlich gecheckt!! Weil Nefi mir erzählt hat, dass Yuui (die ja gerade Auslandssemester in Stockholm macht und nach München gekommen ist - doppelt blöd, weil ich sie nicht getroffen hab und weil sie nicht hier ist!) ihr erzählt hat, dass Naka-Meguro ein cooles Viertel sein soll, fahre ich da also hin. Strahle ne gute Stunde um den Bahnhof rum, sieht auch alles ganz nett aus, aber Läden habe ich nicht gefunden, und alleine was trinken zu gehen .. na ja ;)
Weil ich eh in Shibuya umsteigen muss, entscheide ich mich dort in meinem Lieblings Okonomiyaki-Laden zu gehen. Auch wenn in Japan durchaus alleine essen gegangen wird (weil auswärts essen teilweise billiger ist, als zuhause zu kochen - zumindest wenns einigermaßen gesund sein soll!) ist es trotzdem noch eine Überwindung, alleine in ein Restaurant zu gehen. Vielleicht war Okonomiyaki auch nicht gerade das richtige (ist ja eher was geselliges, wenn man an den Tischen mit den Platten in der Mitte sitzt und sich das japanische „Omelette“ selber zubereitet!), aber in meiner „Küche“ zuhause was zu machen ist nunmal auch abschreckend!! Außerdem schmeckt es einfach zu gut :D Auf dem Weg nach Hause sehe ich einen Penner in meiner Straße, der aus dem Müll sich Reis raussucht und isst. Japan ist eben doch nicht so perfekt! Als ich nach Hause komme steht Samson (der Kerl von der Firma, von der ich das Apartment miete) vor der Tür meiner Nachbarn und erzählt das es Lärmbeschwerden gegeben hat. Ich hab mich zwar auch schonmal per Facebook über die House-Musik der Tussi beschwert, aber SO schlimm ist es dann auch wieder nicht. Vor allem ist da um 11 immer Ruhe. Anders als bei dem Päärchen nebenan, die die halbe Nacht durch .. Das habe ich dann auch gesagt (also das es nicht so schlimm war, nicht das mit dem Päärchen ;) )!
Jetzt also Wäsche waschen und mal die Bude auf Vordermann bringen .. ein großer Nachteil von 20m^2 ist nämlich vor allem auch, dass es sofort aussieht wie bei Hempels unterm Sofa! Aber hab ja morgen auch nochmal viel Zeit :D
Ihr seht also Okonomiyaki, eine Straße in Naka-Meguro und DIE Kreuzung in Shibuya (zur Zeit hängt im übrigen Yamashita Tomohisa, mein J-Idol Favourit, den ich sogar vor 2 Jahren mal getroffen habe, auf den riesigen Leinwänden .. yes :D)
Samstag, 14. November 2009
Ich bin Ausländer, kein Idiot!
Ich mag meine Arbeit schon allein weil sie mich nicht wie einen Deppen behandeln. Klar mache ich bisher noch nicht die anspruchvollsten Arbeiten, was aber auch damit zusammen hängt, dass nächste Woche ja die Messe ist und es nunmal viel vorzubereiten gibt, was mit körperlicher Arbeit zu tun hat. Ich habe also Muskelkater :D Ansonsten habe ich aber viel Spaß, vor allem mit dem Marketing Manager und einem anderen Part-Timer, mit denen ich Mittags immer Essen gehe und die wirklich cool drauf sind. Ich hab es gestern sogar geschafft die Brennender-Adventskranz-in-Toulouse-Geschichte zu erzählen - auf japanisch natürlich und muss gestehen, dass ich doch ein wenig stolz auf mich bin haha :D
Heute war ich dann mit Izawa-San, einer Freundin meiner Gastmutter aus Ibaraki zum Mittagessen verabredet. Da ich dann schon in Shibuya war, wollte ich eigentlich noch was machen, aber ein lustiger Samstag abend war mir wohl nicht vergönnt. Dafür habe ich mit Yul (eine Freundin von Felix, die in Korea ist) geredet und Flüge nach Seoul kosten von Tokyo aus weniger als 200 €. Ich muss echt sparen und rumreisen, nach den 3 Monaten hier :D
Heute Nacht bin ich im übrigen um 4 von einem großen Ruck aufgewacht. Hat sich etwas angefühlt als würde mich jemand versuchen von meinem Futon zu schmeißen. Meine Gastmutter hatte Recht, wenn es dunkel ist und es ein Erdbeben gibt, findet man den Lichtschalter wirklich nicht. Gott sei Dank hat es gleich wieder aufgehört!!
Mittwoch, 11. November 2009
Bubble Tea
Mein zweiter Arbeitstag verlief ohne zerbrochene Uhr und somit gut. Heute habe ich dann ausgeschlafen und erst mal nichts gemacht, was auch damit zusammen hing, dass es geregnet hat und ich irgendwie nicht vor die Tür wollte. Musste ich aber, um mir meine Fahrkarte für die Arbeit zu kaufen (Was erstaunlicherweise ohne Probleme geklappt hat). Bin dann also nach Iidabashi gefahren, wo ich immer umsteigen muss. Da ich da jeden Tag gute 10 Minuten durch den Untergrund laufe, um zur anderen Bahn zu kommen, dachte ich mir, wenn der Bahnhof so groß ist, wird es an der Oberfläche wohl auch spannend sein. Habe also ein schön verregnetes Foto des Bahnhofs gemacht. Bin dann zurück bis nach Takadanobaba gefahren und bis nach Hause gelaufen. Mache ich im übrigen ziemlich oft, aus mehreren Gründen: 1) Oft weil ich mir die 160Yen für die eine Station zu geizig bin 2) Weil ein bisschen Bewegung nicht schlecht tut 3) Weil es einen „Pearl Lady“ auf dem Weg gibt. „Pearl Lady“ ist eine japanische Kette bei der man sich alle möglichen Arten von Crepes und Süß - Kram kaufen kann und auch: Bubble Tea! Wofür ich glaube ich sterben würde!! Bubble Tea ist ein Getränk (mit den verschiedensten Geschmacksrichtungen) in dem essbare Kügelchen unbeschreibbarer Konsistenz sind - Schmeckt genial! Da ich wirklich fast jeden 2 Tag vorbei komme und mir besagten Drink kaufe, kennt der Verkäufer mich natürlich auch schon, strahlt mich jedes mal total glücklich an. Er hat sich natürlich auch schon gemerkt was ich jedes mal trinke und erzählt mir dann auch jedes mal immer irgendwas :) Immer recht witzig!
Außerdem kam ich jetzt endlich mal dazu, Bilder hochzuladen. Das Video von der Wohnung folgt hoffentlich bald..
Ihr seht also den Bahnhof von Iidabashi, Aoi vor der Shinjuku Skyline und meine "Küche" beim Onigiri (Reisbällchen) machen.
Montag, 9. November 2009
Glas bricht auch, wenn es in Japan fällt
Nachdem ich gestern ziemlich viel geschrieben habe, fasse ich mich heute kurz. Mein erster Arbeitstag lief gut. Ich kam natürlich zu spät, weil ich mich hoffnungslos verfahren hatte (bin aber mehr als rechtzeitig losgefahren!). Alle sind unverändert nett und freundlich. Und selbst als ich gleich mal ne Uhr von der Wand gerissen und somit natürlich das Glas zerdeppert habe, haben alle eigentlich nur gelacht und meinten das wäre überhaupt kein Problem. Es hieß dann sogar, die Uhr wäre sowieso schon kaputt gewesen und deswegen wäre es wirklich egal, was ich aber für nicht ganz wahr, sondern eher für japanische Höflichkeit halte. Aber schon alleine weil sich der Mitarbeiter, der mit mir zusammen den Raum mit Schaumstoff versehen hat (um ihn Schalldicht zu machen), für das Missgeschick (das natürlich einzig und alleine MEINE Schuld war!) entschuldigt hat, hoffe ich, dass mir so etwas nicht mehr passiert!!
Sonntag, 8. November 2009
Handy, erster "Arbeitstag" und das heimische Gefühl eines guten Clubs
Es gibt viel zu erzählen: Ich beginne also mit Donnerstag, als ich ALLEINE nach Harajuku in den Softbank Laden gegangen, mich für die japanische - und nicht die englische - Beratung entschieden und mir ohne große Probleme einen Handyvertrag gemacht habe. Jetzt habe ich also ein geiles japanisches „Keitai“, mit dem ich Mails (anstatt SMS) schreibe, ständig im Internet bin und sogar Fernsehen kann. Und das für einen Spottpreis! Apropo Preis: Ich habe mir das billigste (17600Yen=ca. 130Euro) Handy gekauft. Das billigste für Ausländer!! Japaner können bereits ein Handy für 4800Yen (ca. 35Euro) kaufen!! Aber das ist mir jetzt auch egal, Hauptsache ich hab endlich ein Handy!
Am Freitag stand ich dann vor der großen Mädchen-Frage: Was ziehe ich an? Ja, klingt meistens lächerlich, aber wenn man erst mit einem Freund verabredet ist, dann ein sich in der neuen Firma vorstellen soll, dann mit den Leuten von der Arbeit zum Essen geht und dann mit ihnen in einen Club .. dann ist diese Frage doch durchaus berechtigt, oder? In Tokyo ist es nämlich nicht wie in München, wo man dann eben noch mal schnell heim fährt und sich was anderes anzieht. Hier verlässt man einmal das Haus und das war‘s dann. Deswegen gibt es in Clubs z.b. auch nicht wie bei uns Garderoben, sondern Schließfächer (tausend mal praktischer: Kein Anstehen, kein Diebstahl, kein „Zwei Jacken übereinander darf man nicht abgeben“), in die japanische Frauen durchaus ihre Tüten mit den tagsüber ershoppten Klamotten drin, reinstopfen - bei uns völlig undenkbar, dass man sich nicht bevor man in den Club geht noch mal zurecht macht und was anderes anzieht.
Ich habe mich also für die sichere Variante entschieden und mich einfach in die schwarze Hose, weiße Bluse und schwarzen Blazer geworfen, bin nach Shibuya gefahren und habe mich mit Hauke (ein ehemaliger Klassenkamerad der DSTY - Deutsche Schule Tokyo Yokohama, vom Sho) getroffen. Da ich um 6 in der Arbeit sein sollte und mir sicher war, dass ich den Weg nicht auf anhieb finden würde, bin ich also bereits um 5 von Shibuya aus losgefahren (für eine Strecke die 15 Minuten dauert). Nach dem ich 3 Polizisten und etliche Passanten gefragt hatte (von denen mich 2 gleich zum Essen einladen wollten - danach wurden nur noch Frauen nach dem Weg gefragt!) und einmal in der Firma angerufen habe, war ich dann auch nur 5 Minuten zu spät. Ich habe also für einen Weg, den man locker in unter 10 Minuten zurücklegen kann, geschlagene 50 Minuten gebraucht! Japaner, tut uns allen den gefallen und führt ENDLICH ENDLICH Straßennamen ein. Das kann doch in so einer riesigen Stadt wie Tokyo nicht euer ernst sein?? Ich hatte schließlich sogar die Wegbeschreibung von GoogleMaps abfotografiert! Nachdem ich ankam, wurde mir also erklärt was die Firma so alles macht, was sie sich so vorstellen was ich tun werde und ein paar der formellen Sachen - Alles natürlich auf japanisch (und ich muss gestehen ich hab mich erstaunlich gut geschlagen). Ich werde also immer Dienstags, Donnerstags und Freitags von 10 Uhr bis etwa 6 Uhr oder 7 Uhr arbeiten. Nächste Woche ist allerdings eine Ausnahme weil gleich mal Messe ist. Wir fahren also von Mittwoch bis Freitag nach Chiba, übernachten im Hotel, etc. Messe halt.
Wir sind dann zu dritt Essen gegangen und anstatt das die üblichen Fragen über Deutschland, also „Was esst ihr da so?“, etc., kommen, werde ich gefragt, was ich für Musik höre, ob ich oft weggehe und schon in einem Club in Tokyo war - alles also ziemlich cool, total locker und super nett. Dann sind wir also ins Loop, ein ganz normaler Club in Roppongi, bei dem irgendein bekannter RadioDJ aufgelegt hat, mit einer neuen Art von Geräten, die meine Firma eben vermarktet/verkauft. Die beiden sind dann nach der „Drum and Bass“-Vorstellung des DJs heimgefahren und da danach ziemlich guter Elektro lief, sind Aoi (es hieß ja ich solle Freunde mitbringen und wir haben wohl auch ziemlich begeistert, aber dazu später) und ich natürlich geblieben. Die Vorstellung bis 5 Uhr morgens auf die erste Bahn warten zu müssen ist natürlich der Horror, aber wie so oft, nach dem Aoi eh mit zu mir gekommen wäre und wir uns die ansonsten kaum bezahlbaren Taxi kosten geteilt hätten und dadurch eben kein Zwang bestand, bis zu einer gewissen Uhrzeit zu bleiben, haben wir natürlich bis 4 durchgetanzt, sind bis nach Shibuya gelaufen, waren beim McDonalds und haben dann perfekt die erste Bahn um 4:38 Uhr nehmen können. (Tut mir Leid für diese Hypothaxe!) Von den ganzen Spuckgeschichten von wegen „Japaner gehen eigentlich sowieso nicht weg“, „In den Clubs sind nur assoziale Ausländer“ und „Clubs machen um 1 Uhr nachts zu“ im übrigens keine Spur! Wir waren die einziger Ausländer in diesem kleinen, sehr coolen Keller-Elektro-Club und sind dadurch natürlich so aufgefallen, dass sich sogar zwei der DJs bei uns fürs viele tanzen bedankt haben! Noch eine witzige Geschichte zum Club-Flirt-Verhalten der Japaner: Nachdem ein typisch unfähig sich auszudrückender Japaner mich im vorbeigehen angelächelt hat und auf der Tanzfläche irgendwie näher gekommen ist, hat er irgendwann, als die Musik nicht mehr lief sich ein paar mal vor mir verbeugt, mit mir eingeschlagen und „Happy New Year“ gerufen. Find ich fast noch witziger als die schamlosen plumpen Anmachen der alten Säcke, die mich einfach gerade heraus fragen ob ich nicht mit ihnen Essen oder Einkaufen gehen möchte.
Aoi und ich lagen dann also mehr schlecht als recht auf meinem einen Futon (bzw. ich lag eher daneben auf einem Kissen und ner Decke) und haben versucht ein bisschen Schlaf zu kriegen, nachdem ich ja am Samstag mit meiner Gastmutter verabredet war und nicht bis in die Puppen schlafen konnte. Kurze Erklärung, da mir gerade einfällt, dass mein Onkel mich neulich am Telefon gefragt hat, wer denn dieser Typ namens Aoi ist. Aoi ist DIE Schwester von Akino, auch genannt Miriam, gebürtige Münchnerin, halb Japanerin und derzeit Austauschschülerin an der Toudai (= Tokyo Daigaku, die beste und bekannteste Uni in ganz Japan), die mir nicht nur bei allem eine riesige Hilfe ist, sondern mit der ich hier auch sichtlich ziemlich viel Spaß habe :D
Gestern war ich dann eben mit meiner Gastmutter zum Mittagessen verabredet und als ich nach Hause gekommen bin, war eine Mail von meinem Chef im Postfach, der gleich mal Aoi für die Messe nächste Woche und uns beide im Dezember für noch irgendeinen Rezeptions Job (der nicht zu meinem Praktikum gehört, da das Sa und So wäre) buchen wollte. Wir scheinen wirklich Eindruck gemacht zu haben!
Heute war ich dann mit Pee verabredet, wir sind knapp bis nach Yokohama gefahren und waren auf einem Straßenfest. Nichts besonderes.
Morgen also erster richtiger Arbeitstag, ich hoffe es läuft weiterhin alles gut!
Mittwoch, 4. November 2009
Die stolze Konto Besitzerin
Gestern habe ich mich mit Monchi in Harajuku getroffen und um euch nicht zu langweilen: Wir haben das übliche gemacht - Shoppen, Essen, Purikura. Ich glaub Japanerinnen machen einfach auch nichts anderes in ihrer Freizeit?
Heute saßen Aoi und ich dann eine geschlagene Stunde bei der Citibank (hatten allerdings eben wieder nen super Ausblick!) und jetzt habe ich ENDLICH mein Konto. Juhuu! Auf diesen Sieg gab es erst mal Okonomiyaki zu essen.
Ausgestattet mit 3 Katalogen der größten Handy Anbieter in Japan werde ich mich dann also morgen dran machen mir ein Handy zu besorgen. Würde mich ja wundern, wenn es auf den ersten Versuch klappt, aber ich gebe nicht auf :D
Seit gestern stehe ich nämlich mit meinem neuem Chef in Kontakt und mein erster Arbeitstag beginnt Freitag Abend: Ich bin auf eine Party bzw. in einen Club eingeladen.. Das läuft eben alles ein wenig anders in Japan haha Mal sehen was mich erwartet. Da es hieß, ich solle ruhig Freunde mitbringen, kommt Aoi eventuell mit, wenn das nicht nur so eine Floskel (von der es im japanischen ja drei milliarden gibt) gewesen ist. Man darf gespannt sein!
Montag, 2. November 2009
Das Konto Drama nimmt seinen Lauf
Sonntag, 1. November 2009
Shibuya und Kichijouji
Aoi und ich haben uns gestern erstaunlicherweise super schnell gefunden - was aber trotzdem nicht dazu geführt hat, dass ich ein Konto habe.. Alles etwas schwierig! Dafür hatten wir eine super Aussicht über Shinjuku, da das Büro der Citibank im 19. Stockwerk war.
Um 4 war ich dann mit Saku in Shibuya verabredet, natürlich am Hachiko. Die „paar anderen“ die auch kommen sollten haben irgendwie abgesagt, aber es war wahrscheinlich ganz gut so, sich mit Saku in Ruhe unterhalten zu können. Wir sind erst mal durch 109 gegangen, DAS Kaufhaus in Shibuya (Aber zu Shibuya komm ich wann anders). Ich hab mir gleich mal Schuhe gekauft haha Jaa, ich weiß, hätte nicht sein müssen, aber erstens ist es echt selten das es Schuhgrößen gibt (und selbst wenn es welche gibt, ist es selten das es 39/40 gibt und nicht nur S und M!!) und dazu waren die Schuhe auch noch total billig (weniger als 30€)! Zumindest billig für Shibuya, was ja doch wenigstens bisschen hochwertiger als der Kram in Harajuku ist (der aber meistens noch geiler ist haha). Nach der Shopping-Tour dann natürlich Purikura und dann sind wir Okonomiyaki Essen gegangen. Ich merk schon, man versteht nicht wirklich von was ich rede, aber die Erklärungen kommen dann wenn ich ein Handy hab und somit auch Bilder. Meine Canon immer überall hin mitzuschleppen ist mir meistens nämlich zu stressig!
Heute bin ich dann gemütlich aufgestanden und hab ein bisschen aufgeräumt, weitere wichtige Sachen gekauft (nen Topf und Geschirrhandtücher) und jetzt hab ich eigentlich so langsam alles zusammen. Hab dann Udon gekocht, hat aber scheisse geschmeckt, liegt vielleicht dran, dass ich sie in einer Ramen Sauce gegessen habe. War dann mit Riku um 7 in Kichijouji (selbst für japanisch ist das ein echter Zungenbrecher!) verabredet. Ein Viertel von dem ich noch nie was gehört hab, was aber nur 4 Stationen westlich von hier ist (ich wohne im Westen der Stadt, d.h. das ist eher noch ein bisschen außerhalb). Kichijouji ist auf jeden Fall ziemlich cool, viele junge Leute, Geschäfte, etc., aber es ist irgendwie anders als in den großen, bekannten Vierteln, hier ist es irgendwie alternativer, aber nicht so krass alternativ wie in Harajuku, sondern irgendwie anders alternativ haha Die Leute saßen in einem Gebäudekomplex (der wahnsinnig an altes Japan erinnert hat) in winzigen Kneipen halb draußen (obwohl es geregnet hat) und haben Shisha geraucht und sowas. Fand ich ne coole Gegend, weils nicht so überlaufen und künstlich wie Shibuya und so ist!
Morgen treff ich mich wieder mit Aoi und wir starten einen neuen Versuch bei der UFJ Bank in Shibuya. Wenn das diesmal wieder nicht klappt, dann..
Samstag, 31. Oktober 2009
Akihabara
Das „mal-kurz-nach-Akihabara-fahren“ gestern hat sich zur einer 4-stündigen Tour durch laut dröhnende Elektro-Läden entwickelt. Jetzt bin ich aber um ein elektronisches Wörterbuch - das sowohl deutsch, japanisch und englisch enthält (man kann jede Sprache in jede erdenkliche Richtung übersetzen), als auch ein Feld in dem man die Kanji einzeichnen kann - reicher und um ein paar Hundert Euro ärmer ;) Bei meinen derzeitigen japanisch Kenntnissen musste das einfach sein. Da reicht das Mini-Langenscheidt Wörterbuch nicht mehr aus! Kurz zu Akihabara: Das Viertel in Tokyo für alle Manga und Anime Fans, es gibt alle möglichen Comic- & DVD-Läden aber auch Fan-Artikel ohne Ende. Und wenn man an Japan und Mangas und Animes denkt, was kommt einem da noch in den Sinn? Ja, Games. Ohne Ende Games. Ich hab sogar nen Super Nintendo gesehen und wäre fast schwach geworden!! Ansonsten ist Akihabara eben auch was technische Sachen angeht DER Ort. Da gibt es alles! Wenn man etwas nicht findet, dann nur, weil einen die Reizüberflutung von dieser massiven Technik zu sehr fertig macht! Ihr könnt euch nicht vorstellen was die da alles verkaufen. Das ist unglaublich! Ich bin ja jetzt nicht unbedingt ein Technik Fan, aber das ist schon sau interessant. Nur die neusten Sachen, da sind die Japaner echt immer noch gut voraus. Da fällt mir eine Geschichte ein: Meine Gastmutter meinte zu mir, als wir mal über Reiskocher geredet haben: „Damals als meine Mutter noch jung war, da war das nicht so leicht mit dem Reis kochen“. Und ich dachte mir, jetzt kommt die hammer Story wie die Leute früher mit Gas und Dampf oder was auch immer Reis im Topf total aufwendig gekocht haben, aber was sagt sie: „Da hatten die Reiskocher nämlich noch keine Striche, bis wohin man das Wasser einfüllen muss, da musste man das einschätzen“. Hä??? Anscheinend hatte man in Japan irgendwie schon immer Reiskocher! ;) Die sind einfach bisschen schneller als wir haha
Was ich auch noch vergessen hab zu erzählen: Gestern, also ich auf Aoi gewartet hab, hat mich ein Kerl, der so um die 60 war, angesprochen ob ich nicht mit ihm shoppen gehen will. Und sowas um 11 Uhr morgens. Das fand ich dann doch ein wenig heftig!
Aoi und ich sind in Shinjuku verabredet, was bedeutet das es schwer wird sich zu finden, deswegen beeil ich mich lieber und fahr früh los. Später treff ich mich mit Saku und ein paar anderen aus meiner alten Klasse, also heute volles Programm!
Freitag, 30. Oktober 2009
Alien Registration Card
Nachdem Aoi heute 40 Minuten zu spät kam, weil sich gleich 2 mal hintereinander jemand vor die Bahn geschmissen hat, sind wir also in Shibuya zur UFJ Bank, um mir ein Konto zu eröffnen. Die haben uns dann nach Takadanobaba geschickt, weil wohl entweder Arbeit/Schule oder Wohnung in der Nähe sein muss. In Takadanobaba hieß es dann das ich einen Hanko (In Japan wird nicht Unterschrieben sondern jeder hat seinen persönlichen Stempel=„Hanko“) bräuchte, was ich aber natürlich nicht habe. Dann sind wir zur Mizuho Bank und noch irgendeiner anderen, da hieß es dann ich müsste mindestens schon 6 Monate in Japan leben. Na ja, wir probieren es dann morgen bei der Citibank.. Bin so dankbar, das sie mir hilft, ohne sie wäre ich heute glaub ich schon verzweifelt :(
Japan ist ja schon manchmal ein klein wenig diskriminierend. Als Ausländer hat man es irgendwie bei allem schwerer. Heute morgen habe ich nämlich meine „Alien Registration Card“ abgeholt. Eine Art ID oder Wohnanmeldung, die man als Ausländer dann immer bei sich tragen muss. Ohne die geht gar nichts, kriegst kein Handy, kein Bankkonto, nichts! Wenigstens hab ich mir heute dann eine Suica gekauft, eine Art Prepaid-Karte für die U-Bahn. Das macht wenigstens das einfacher und ich muss mir nicht jedes mal ein Ticket kaufen!
Im Moment köchelt gerade mein erster selbst zubereiteter japanischer Reis im Reiskocher und sobald er fertig ist werden ohne Ende Umeboshi Onigiri gemacht, eingefroren und ab jetzt verzerrt! Da es gerade mal 3 ist, bin ich am überlegen ob ich danach noch nach Akihabara fahre und mir ein elektronisches Wörterbuch kaufe.
Donnerstag, 29. Oktober 2009
Zurück in Tokyo
Nach zwei Wochen Landleben bin ich nun in Tokyo!! Als ich in Isohara ankam hat meine Gastmutter geweint und mich umarmt. Eine ziemlich große Ehre!! Ansonsten war es als wäre ich nie weg gewesen. Die gleichen Leute, die gleiche Umgebung (bis auf ein, zwei neue Straßen hat sich nichts verändert!), die gleichen Gespräche (vor allem die gleichen Fragen: Ist Deutschland kalt? Schmeckt dir das japanische Essen?), etc. War ich jemals nicht hier? Ich wurde auch genau gleich behandelt wie vor 2 Jahren. Und anstatt das mich meine Gastmutter mit meinen mittlerweile 20 Jahren mal selber machen lässt, plant und organisiert sie alles für mich durch und sucht mir irgendwelche Babysitter, wenn sie in der Arbeit ist. Ich wurde also wie üblich wie ein antikes Schmuckstück rumgereicht und hergezeigt. Hört sich jetzt alles ziemlich negativ an, hatte aber auch viele gute Seiten: Ich musste mir um nichts Gedanken machen, habe nicht wirklich Geld ausgegeben und krieg was von der ländlichen Seite Japans zu sehen .. Berge, Meer, Tempel, Reisfelder, Reisfelder und Reisfelder! Hier gibt es keine Sorgen, keine Probleme, keinen Stress, keinen Streit! Das ist wirklich Urlaub für den Kopf! Außerdem ist mein japanisch wieder so einigermaßen auf Vordermann gebracht, natürlich mit dem vor 2 Jahren noch nicht zu vergleichen, aber das kommt sicher noch. Und ich bin wieder Profi in der Disziplin „Mit-offenen-Augen-schlafen-und-zustimmend-nicken“ ;)
Der beste Tag war mit Sicherheit der, als ich in die Schule gegangen bin. Ich bin alleine mim Zug gefahren (Oh man, diese Strecke weckt Erinnerungen) und den Weg zur Schule gelaufen (Oh man, diese Strecke weckt noch mehr Erinnerungen!). Und als ich dann ankam, war es wie früher!! Bin dann zum Eingang und war mit Murakami-Sensei, einer meiner Lieblingslehrerinnen, verabredet und hör auf einmal nur Gekreische und schon rennen mir Rina, Miyu und Kanako entgegen und fallen mir in die Arme! Krass, hab ich mich gefreut die zu sehen! Murakami-Sensei hat die drei angerufen und zur Schule bestellt!! Wir saßen dann also in unserem alten Klassenzimmer und haben in Erinnerungen geschwelgt (?) und Murakami-Sensei hat erzählt, was so mit den anderen Lehrern ist, viele sind natürlich weg! Rina hat uns dann mit ihrem Auto zum Yokado gefahren, wir haben Purikuras gemacht und waren was Essen - wie früher eben! Und dann steht auf einmal Ayumi vor mir, die gerade von der Arbeit kommt, mit schwarzem Rock, weißer Bluse und schwarzem Blazer - die absolute Office Lady! Sie hat mich dann auch später heimgefahren, weil wir doch relativ lang geblieben sind. Toller Tag gewesen!!
Heute sind meine Gastmutter und ich dann früh aufgestanden um den Zug um 6:10 zu erwischen. Sind dann etwa um halb 9 in Tokyo angekommen, haben die Sachen erledigt, die sie machen wollte und sind dann ins Apartment. Sie hat innerhalb von 4 Stunden die Sachen für Gas, Wasser und Strom geregelt (die Zahlung auf Lastschrift geändert, damit ich nicht jedes mal überweisen muss!), ist meine Post mit mir durchgegangen, hat mir die Waschmaschine und den Müll erklärt, ein Sento gleich gegenüber entdeckt und den nächsten Supermarkt und Drugstore ausfindig gemacht, wo wir gleich mal die wichtigsten Sachen gekauft haben. Sie hat mir also sehr geholfen und ich bin ziemlich dankbar, dass sie das alles für mich macht! Alleine hätte ich das nämlich nicht hingekriegt!! Bin sehr froh das ich sie hab :) Wir sind noch was Essen gegangen und sie ist dann zu ihrer Schwester nach Yokohama gefahren und ich bin jetzt alleine.. auf mich gestellt ;) Jetzt wird nicht mehr beim Abendessen rumgealbert und gelacht. Jetzt schau ich allein Fernsehen und niemand erklärt mir um was es ging, wenn ich es nicht verstanden habe.
Gerade bin ich von den Weckern meiner Nachbarn geweckt worden. Treffe mich am Freitag mit Aoi, die mir hilft ein Konto zu eröffnen. Und heute packe ich erst mal gemütlich aus und lauf in der Gegend rum und schau mir alles selber an.
Dienstag, 13. Oktober 2009
1. Tag
Die Nacht verlief heiß - kalt - heiß - kalt! Der härteste Jetlag meines Lebens: man merkt das man älter wird! Ich brauche ewig bis ich einschlafe und morgens wache ich auf, einer meiner Nachbarn brüllt rum und knallt die Tür zu. Ich wache wieder auf, einer meiner Nachbarn kotzt. Ich wache wieder auf und würde jetzt am liebsten selber. Habe aber seid gestern um die Uhrzeit nicht mehr wirklich was gegessen und wage mich somit erst mal an das japanische Leitungswasser. Ich räume ein bisschen meinen Koffer auf und hänge die Wäsche auf, bis mir auffällt, das ich ja heute schon wieder packen muss. Damit vielleicht auch der Kopf wieder funktioniert also erst mal waschen und was frisches anziehen. Weil ich Angst vor Kakerlaken habe, möchte ich das gestern gekaufte Melonenbrot nicht öffnen (Zwickmühle, wenn man bedenkt wie lange ich nicht gegessen hab und wie weit unten mein Kreislauf ist), deswegen zieh ich mich vollständig an und mache mich auf den Weg zur City Hall um mir meine „Alien Registration Card“ zu beantragen und auf dem Weg dorthin was zu essen und zu trinken. Als ich an der U-Bahn stehe, merke ich das ich die Wegbeschreibung vergessen habe und laufe zurück. Im Nachhinein war das unwichtig, da ich sowieso keine 10 Meter laufe, ohne jemanden nach dem Weg zu fragen.
In dem Moment in dem ich in der U-Bahn sitze, kommt mir der Geruch und damit die tausend tollen Erinnerungen wieder. Die Angst und Unsicherheit ist wie weggeblasen und ich bin eigentlich nur noch begeistert von dieser wahnsinnigen und großartigen Stadt - So wie es eben sein soll!
Bis in 2 Wochen!
Montag, 12. Oktober 2009
Ankunft
Jeder weiß wie angenehm ein Flug mit großer Film Auswahl auf dem Bildschirm direkt vor der Nase ist und wie schnell 11 Stunden dann vergehen können. Super auch das Lufthansa so etwas nicht bietet und mein Flug deswegen auch nur mittel angenehm war. Eigentlich hab ich mich die ganze Zeit gelangweilt und war wach. Ansonsten lief mit der Ankunft alles glatt. Ich weiß nicht ob ich Glück hatte oder es an den Japanern liegt, aber es gibt bei nichts Probleme. Außer vielleicht, dass ich noch kein Gas in der Wohnung habe und heute deswegen kalt duschen muss. Ist mir gerade aber auch egal! Sogar die Leute an der Pass-Kontrolle bei der Einreisse waren nett. Anstatt mir dumme Fragen zu stellen kam: „Working Holiday? Wow, Viel Spaß! Gib dein bestes! Du schaffst das!“
Der Typ fürs Internet ist auch gerade aufgetaucht und stellt hier jetzt das W-Lan ein. Oh man, das ist jetzt schon alles sau witzig. Verplante Leute! Wenn ich dann Internet hab, muss ich die Leute von Wasser und Strom anrufen und mich anmelden, soweit ich das richtig verstanden habe. Und danach will ich eigentlich nur noch schlafen!! Apropo .. Die Wohnung ist süß, das Wohnzimmer ist echt recht groß, der Schlafbereich oben auch. Bad und Küche sind dafür winzig. Um in das Haus zu kommen muss man einen Code eingeben, den ich nicht vergessen sollte, vor allem nicht, wenn ich angeheitert bin ;)
Ich kann‘s einfach irgendwie nicht fassen, dass ich hier bin. Und insbesondere nicht das ich hier wohne, in so einer japanischen Wohnung irgendwie! Das ist alles so verrückt. Tokyo kann einem wirklich etwas Angst einjagen. Bin erleichtert, dass ich morgen erst mal nach Hitachi fahre, in gewohnte Umgebung, mit Leuten, die ich kenne!
So, der Typ fürs W-Lan ist irgendwie verschwunden und hat aber sein Zeug hier liegen gelassen? Check ich jetzt nicht. Taucht der auch wieder auf? Bestimmt. (Wenn ihr das lest bedeutet es, das er aufgetaucht ist ;) ).
Nun gut, ich werd jetzt mal noch n bisschen rumlaufen, im Konbini nebenan mir noch was zu essen holen und dann pennen. Bin fertig mit der Welt! So ein Flug schlaucht schon!
Ich melde mich dann voraussichtlich wieder in 2 Wochen, wenn ich aus Hitachi zurück bin!
Nachtrag: Dem Essen aus dem Konbini habe ich mich relativ schnell wieder entledigt und geschlafen habe ich auch super mies. Es hat ewig gedauert bis das dumme Internet ging, aber jetzt funktionierts und jetzt bin ich auch wieder glücklich, nachdem ich mit ein paar Leuten geredet hab :D Und jetzt geh ich (kalt!) duschen, damit meine Haare trocknen, bevor ich ins Bett gehe, weil ich weder einen Föhn noch ein richtiges Handtuch habe xD