Wir fahren also um nicht komplett zu verzweifeln nach Shimo-Kitazawa, was ab jetzt mit Kichijouji zusammen mein neues Lieblingsviertel in Tokyo ist! Viele kleine Läden, viel Vintage, teilweise Second Hand, viele kleine Bars, Restaurants und vor allem eben nicht so überlaufen und touristisch wie Harajuku oder Shibuya, trotzdem aber jung und cool. Ein Restaurant, das irgendwie Okinawa (Die südlichsten Inseln Japans) Essen serviert, sieht von außen interessant aus und nach dem dritten Bier schmieden wir Reisepläne nach Hiroshima, Okinawa oder zu irgendwelchen Onsen. Sehr witzig! Nach dem vierten Bier wird es langsam Zeit heim zu fahren. Da sich unsere Wege an der U-Bahn trennen, zeigt mir Aoi die Bahn, die nach Shinjuku (von wo aus ich ohne Probleme heim finde). Doch weil ich schon nach der zweiten Station in der Bahn nicht mehr weiß, wo ich bin, steige ich aus und frage den Schaffner. Der sagt mir ich soll mit der bisherigen Bahn bis nach Ootemachi fahren und dann in die Touzai Linie umsteigen - Er schickt mich also durch halb Tokio. Aber das ist mir egal, Hauptsache ich finde nach Hause, also laufe ich bis ans andere Ende der Station, weil er meint, dass ich dort später umsteigen muss. Der Zug fährt ein, ich höre Musik, setze mich hin und weil es immer voller wird (ich fahre ja Richtung Innenstadt und nicht Richtung heim) sehe ich irgendwann nicht mehr an welcher Station ich bin. Als irgendwo die Türen aufgehen kommt ein Japaner zu mir und sagt: "Hier ist Ootemachi. Für die Touzai Linie musst du hier umsteigen!". Ob er das Gespräch mit dem Schaffner mitgehört und mir hinterhergegangen ist, oder woher er sonst wusste, wo ich hin muss, weiß ich zwar nicht, aber das ist mir auch egal, ich bin einfach nur dankbar.
Montag, 2. November 2009
Das Konto Drama nimmt seinen Lauf
Ich bin also mit Aoi um halb 5 in Shibuya vor der Bank verabredet und ohne jetzt ins Detail zu gehen: Aus diversen Gründen habe ich immer noch kein Konto. Ich kann mich jetzt also entscheiden mir einen Stempel mit japanischem Namen (Ich schwanke noch zwischen "Yamada", "Watanabe" und "Suzuki" - der häufigsten japanisch Nachnamen) zu kaufen und ab jetzt zu benutzen, ein Konto im Internet auf japanisch zu eröffnen bei dem ich bei jeder Überweisung das doppelte zahlen würde oder ein Konto bei dem ich monatlich 2100Yen zahle, wenn mein Saldo nicht über etwa 2500Euro liegt. Da morgen allerdings Feiertag ist und keine Banken offen haben, darf ich also wieder bis Mittwoch warten bis ich mich für eine dieser super Lösungen entscheide - wenn es dann überhaupt klappt.
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