Sonntag, 6. Dezember 2009

Party Weekend Part II

Da ich mal wieder nichts essbares im Haus habe, gehe ich im Schlafanzug zum Konbini nebenan und kaufe mir ein Sandwich. Als ich zurückkomme und den Code für die Tür eingeben will, klappts nicht sondern es kommt nur ein nervtötendes Piepsen. Nachdem ich es drei mal probiert habe, muss ich einsehen: Du kommst durch die Tür nicht rein. Verdammt! Ich steuer zur Haupttür (durch die ich das Haus noch nie betreten habe) und möchte den Code eingeben, aber irgendwie ist das System anders und ich checke es nicht. Also denke ich mir, ich rufe bei Fontana, der Firma an, aber ich habe natürlich mein Handy im Zimmer. Total panisch und hysterisch, überlege ich schon einfach irgendwo zu klingeln (obwohl ich auch nicht weiß, wie das geht!), als Gott sei Dank die Tür aufgeht und einer meiner Ami-Nachbarn so lieb ist und mir das ganze System erklärt. Die hintere Tür ging nicht auf, weil jemand den Code versaut hat, dann dauert das ne halbe Stunde, bis es wieder funktioniert. Und wie ich die vordere Tür aufkriege weiß ich jetzt auch! Juhu, nette Nachbarn und doch nicht nur Waschmitteldiebe! :)

Später bin ich mit Aoi zum Essen in Takadanobaba, in irgendein Fleisch/Grill/Irgendwas-Restaurant. War zwar nicht teuer, aber auch nicht billig und vor allem nicht sonderlich gut, erst recht nicht sättigend, sondern lag nur schwer im Magen. Dann mit der bekannten von ihr (Die Austauschstudentin an der Waseda Uni ist) und deren Austausch-Freunden (Man sieht mal wieder, dass die einfach nicht unter Japaner kommen! Es waren 2 Japaner in der Gruppe von 25 Leuten!) in ein Karaoke in Takadanobaba. Mittel witzig, wenn man keinen kennt und die Leute waren zwar alle sehr nett, aber um ehrlich zu sein: lahm. Aoi und ich waren die einzigen die sich brav Bierchen gezischt haben - Was für Karaoke einfach notwendig ist, damit die Hüllen fallen und man ins Mikro grölen kann! Nach 2 1/2 Stunden sind dann die meisten heim gefahren und das Geburtstagskind wollte noch etwas trinken gehen. Wieso wir dann in diesem billig-Essen-Ketten-Restaurant (Es gibt in Japan Restaurants, an denen du am Automaten zahlst, dich an den Thresen setzt und dann für unter 300Yen (=weniger als 1,50€) ein nicht sonderlich gutes, einfaches Reisgericht kriegst) gelandet sind, weiß ich zwar nicht, aber es gab Bier, also war‘s uns auch egal! Die armen Austauschstudenten führen schon irgendwie ein übles Leben im teuren Japan haha Aoi und ich haben uns also relativ schnell verabschiedet und spontan entschlossen noch nach Shibuya zu fahren und richtig Party zu machen! Sind also mit einer der letzten Bahnen nach Shibuya und haben uns auf die Suche nach dem Club „Harlem“ gemacht, in dem Freunde von Aoi waren. Ewiges rumsuchen, etliche Anmachen und ein Dosen-Bier später haben wir dann jemanden getroffen der wusste, wo wir hin müssen. Und dieser nette Herr war in Begleitung von: Jack Sparrow!!! Oder zumindest jemandem der EXAKT so aussah, sich EXAKT so bewegt hat und vor allem EXAKT so geredet hat haha Sau geil! Weil Aois Handyakku leer gegangen ist, haben wir trotz Sucherei ihre Freunde im Harlem nicht gefunden - war aber auch egal, weil wir bis 5 Uhr zu super geilem Old-School Hip-Hop abgespackt haben! Man, hat das wieder gut getan!! Obwohl wir des öfteren eingeladen wurden, ist der Abend bei unserer Trink-Geschwindigkeit gut ins Geld gegangen - aber das war es wirklich wert! Um 5 dann endlich nach Hause und natürlich geht das nicht ohne McDonalds. Und wen treffen wir da?? Jaa, Jack Sparrow!! Wie klein ist diese Welt? Vor allem weil wir dieses mal feststellen, dass er deutsch kann! Viel zu witzig! Also mit der Yamanote nach Hause und heute dann den halben Tag nichts gemacht, bis wir um 4 irgendwann Hunger gekriegt haben und zum Italiener hier in der Nähe gegangen sind. Sehr leckere Pizza!! Endlich mal ein Party Wochenende, wie man es sich vorstellt :D Ich würde sagen bester Abend bisher in Tokyo!

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