Sonntag, 14. März 2010

Versucht sich kurz zu halten

Es ist einiges an Zeit vergangen, viel passiert und ich versuchen mich kurz zu halten:

Wir treffen also Emily in Shinjuku, sie erklärt uns die Situation, wir kommen noch mit als sie sich aus ihrem Guest House abmeldet, sie hinterlässt mir ihr Fahrrad und ist weg. 18 Stunden hatte sie, zwischen dem Zeitpunkt als ihr Vater auf einmal in Tokyo vor ihrer Haustür steht und ihr Flug ging Zeit, um zu packen und sich von allen zu verabschieden. Die Arme! Nun habe ich also ein zweites unangemeldetes Fahrrad (in Japan muss man sein Fahrrad registrieren lassen), obwohl ich vor 3 Tage noch gar keines hatte. Ich habe es einfach mal in Shinjuku stehen lassen und hoffe, dass es da noch steht, wenn ich wieder komme und vor allem, dass ich es wieder finde. Mein kläglicher Versuch es zu markieren (ich habe ein OB in den Korb vorne gelegt - das schließt somit zumindest aus, dass es kein Fahrrad einer japanerin sein kann haha) wird wahrscheinlich auch nicht viel bringen! Danach treffen wir uns mit Meike und Anna in Shinbashi und fahren zusammen nach Odaiba, schauen uns das Fuji TV Gebäude an, bummeln durch die riesigen Einkaufszentren und den futuristischen Gebäuden auf der künstlichen aufgeschütteten Insel vor Tokyo. Ich fahre dann vor, zurück nach Shibuya, bei Sonnenuntergang über die Rainbow Bridge. Bin im Sprachkurs total fertig und im Izakaya in Kichijouji, wo ich die anderen später treffe auch nicht viel wacher. Außerdem habe ich von der doch leicht unbequemen Schlafsituation hammer Rückenschmerzen, die am Dienstag in der Arbeit auch kein bisschen besser sind. Am Abend holen mich die 4 Mädels von der Arbeit ab und wir gehen ein letztes mal indisch essen.

Nach etwa 2 Stunden Schlaf wache ich um halb 5 auf und begleite die Mädels zum Haneda Flughafen. Anna kotzt bereits in der vollen Yamanote, aber da es eh eine der ersten Bahnen ist, sind sowieso nur Betrunkene unterwegs, deswegen ist das nicht so schlimm. Nach Haneda zu fahren fand ich ziemlich interessant, alleine zurück eher traurig. Zuhause lege ich mich gleich ins Bett und schlafe bis 3 Uhr Nachmittags. Dann treffe ich mich mit ein paar von meinen japanischen HighSchool Freundinnen in Shinjuku zum Essen. Weil ja Emilys Fahrrad auch noch in Shinjuku steht, treffe ich mich danach noch mit Justus, dem ich es "schenke". Wir gehen noch was essen und dann heim.

Donnerstag Arbeit, kein guter Tag, der sich aber am Abend durch ein Date mit Atsushi, dem Friseur um einiges verbessert hat. Am Freitag übernachte ich bei Nefi und Thezi und wir schauen uns Love Exposure, ein über 3 Stunden dauernden japanischen Film an. Sehr amüsant! Am Samstag treffe ich mich mit Etienne in Shinjuku, der mir die Papiere für Aois Fahrrad gibt. Wir gehen noch einen Kaffee trinken. Dann fahren Nefi, Thezi und ich nach Tabata zu den Schweden, wo wir auf der Couch übernachten. Am nächsten Tag bleibt auch nicht viel Zeit,denn wir sind mit Kouki um 2 in Kichijouji verabredet, fahren also direkt hin, gehen was Essen, einen Kaffee trinken, Karaoke singen und dann noch was Abend essen und dann noch was trinken. Konsum Tag. Auf jeden Fall kommt Kouki im Sommer nach München und dann fahren wir gemeinsam nach Berlin. Freu mich wie ein Schnitzel! Nach 3 Tagen nicht zuhause tut das eigene Bett doch sehr gut. Ich schlafe also Montag aus, räume auf, Wasche wäsche, lerne, alles was ich so die letzten Wochen vernachlässigt habe! Am Abend Sprachschule und danach gehe ich mit Thezi was Essen und dann gehen wir noch ein wenig spazieren durch Harajuku. Am Dienstag Arbeit, am Abend fahre ich nach Simo-Kitazawa wo wir mit Issei YakiNiku Essen gehen. Ziemlich witzig gewesen und Issei meinte auch, jetzt wo er mit Job-Hunting fertig ist, machen wir mehr :)

Mittwoch fahren wir nach Asakusa, damit Thezi das auch mal sieht und die beiden ein letzten Mitbringsel Einkauf erledigen können. Dann nach Shibuya, rumbummeln und ein letztes mal Karaoke: im 8. Stock mit Hammer Ausblick, der Raum war riesig, kamen uns vor wie in „Lost in Translation“! Danach fahren wir nach Ueno und gehen zum letzten mal mit den Schweden beim Koreaner was essen.

Obwohl ich nicht fahre, hat sich die Woche schon sehr nach Abschied angefühlt, bei Kouki und den Schweden. Mal sehen wie oft ich die noch so sehe!

Am Donnerstag gehen wir nach der Arbeit ein letztes mal Okonomiyaki Essen. Wollen dann eigentlich ins Sento (öffentliches Bad), das hat aber zu. Die Mädels haben gott sei Dank ihre Koffer in Shinjuku eingesperrt, d.h. wir müssen am nächsten Morgen wenigstens nichts schleppen. Je nach dem wann mein Flug geht, werde ich es wohl auch so machen und am Abend vorher die Koffer in Ruhe nach Shinjuku bringen! Der Stress und das Gerenne mit Anna und Meike ist mir da doch noch zu klar im Kopf haha

Als ich wieder zuhause bin, lege ich mich ins Bett und schlafe bis 3. Am Abend Sprachkurs.

Samstag ist also mein erster Tag wieder alleine in Tokyo. Es ist super Wetter also schwinge ich mich aufs Fahrrad und fahre nach Nakano, was das Freak-Viertel vor Akihabara war. Bummel in dem glaube ich verrücktesten Kaufhaus, dass ich je gesehen habe, rum (dazu ein anderes mal mehr) und überlege mir eine gebrauchte analoge Kamera für 350Yen (2Euro) zu kaufen hehe Auf dem Rückweg gehe ich einkaufen und danach fahre ich noch etwas in Nakai in der Gegend rum. Hab jetzt einen ganz guten Überblick wie‘s bei mir in der Umgebung aussieht :D Ich liebe mein Fahrrad!!

So, jetzt ist es halb 10 Uhr morgens, ich bin viel zu spät dran, weil ich jetzt nach Mito fahre, Miho ist nämlich aus Amerika zurück. Musste nur davor mal schreiben, sonst wäre das ja nie was geworden, ist eh schon ewig lang. Wird ab jetzt wieder besser, ich versprechs!

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