Montag, 22. März 2010

Von Kunden und Gay Clubs

Normalerweise habe ich eigentlich nie mit Kunden Kontakt, außer vielleicht mal einen Tee servieren. Schon allein weil ich dann immer total nervös bin und kaum ein Wort rausbringe - lieber gar nichts sagen, als am Ende noch die falsche Höflichkeitsform anzuwenden und den Kunden zu duzen oder noch schlimmer! (wobei mir so ein Fehler eigentlich auch in der Arbeit nicht mehr unterläuft, aber das sind halt so die typischen Zweifel wenn man nervös ist)

Am Donnerstag allerdings ruft mich Seiji-San auf einmal in den Demo Raum, als ein Kunde da ist. Es läuft laute Musik und Seiji fragt mich, was da gesungen wird? Ähh, keine Ahnung? Bis mir auffällt, dass es ein deutsches Lied ist von einer Gruppe namens "Die Zimmermänner". Noch nie gehört, aber ich darf dann erst mal alle möglichen Titel übersetzen (Sowas wie "Regenschirm im Regen" oder "Warum schmust du nie mit meinem Gehirn?", als ob es nicht eh schon schwer genug wäre, Dinge vom deutschen ins japanische zu übersetzen!). Daraufhin schieben sie mir noch eine zweite CD hin, "2 Raumwohnung", ob ich das kennen würde. Aber Hallo! Auf jeden Fall will der Kunde die beiden Dinge in Japan rausbringen.

Eine Stunde später kommt Seiji-San aus dem Demo-Raum raus und fragt, ob ich die Kontaktdaten der beiden Gruppen herraussuchen kann. Logisch, geht auch ganz schnell, bring ich Ihnen rein. Daraufhin die Frage: Kannst du vielleicht die E-Mail an die schreiben, kommt doch gut, wenn es auf Deutsch ist, oder? Ich darf dann also wahrscheinlich die super Keigo (höflichstes japanisch überhaupt) E-Mail auf deutsch übersetzen und an 2raumwohnung schreiben. Oh man, ich liebe meine Arbeit haha

Bin ich ja mal gespannt ob ich, wenn ich das nächste mal in Japan bin 2 Raumwohnung auf meine "deutsche Lieder im Kraoke"-Liste (die aus 99 Luftballons und Moskau besteht) hinzufügen kann!

Am Freitag treffe ich mit mit Ella und Adam, die ich auf der Seijinshiki kennengelernt habe auf einen Kaffee und danach Sprachschule. Eigentlich wollte ich danach mit Yusa weggehen, die meldet sich aber nicht, also stehe ich 1 1/2 Stunden am Hachiko in der Kälte rum, weil ich hoffe, dass doch noch irgendjemand irgendwas macht. Letztendlich fahre ich nach Hause und telefoniere 6 Stunden mit Felix. Am Samstag fahre ich mit dem Fahrrad fast bis nach Shibuya. Da ich eher planlos in der Gegend rumgefahren bin, muss ich wirklich mal den schnellsten Weg auschecken, bin mir nämlich sicher, dass ich in einer halben Stunde bis 40 Minuten bis nach Shibuya fahren könnte. Am Abend treffe ich mich mit Etienne und ein paar anderen TouDai Austauschstudenten und gehen in ein Izakaya und danach noch ins BeatCafé. Sonntag dann wieder mit derselben Truppe unterwegs, in der Gay Bar in Shinjuku und danach noch ins „Arty Farty“ ein schwulen Club gleich um die Ecke. Wir lernen „Gina“ eine wundervolle Drag Queen und Tetsuya, einen Japaner, den ich eigentlich nur mit einem Wort beschreiben kann - AWESOME! -, kennen und sogar Justus kommt später noch. Wir fahren alle brav mit der letzten Bahn nach Hause, obwohl Justus und ich eigentlich nicht wollen, aber manchmal unternimmt in dieser Stadt einfach niemand was.

Donnerstag, 18. März 2010

Ist doch nicht so alleine

Dienstag treffe ich mich nach der Arbeit mit Justus (ein Freund von Aoi, der vor 17 Jahren in Tokyo gelebt hat und jetzt wie ich mit Working Holiday Visum ein Praktikum macht und dem ich Emilys Fahrrad überlassen habe) zum Abendessen und auf ein Feierabend Bier in Shibuya und erfahre so einiges interessantes über deutsches Fernsehen, denn Justus hat einige Drehbücher geschrieben. Sehr amüsanter Abend. Auf dem Heimweg in der Yamanote sehe ich einen Kerl, der mir irgendwie bekannt vor kommt, da fällt mir auf das ist der Chef von meinem Stamm-Karaoke in Shibuya. Als er in Yoyogi aussteigt, sieht er mich durchs Fenster und winkt mir zu haha

Am Mittwoch schlafe ich einfach nur aus und mache den ganzen Tag gar nichts außer ein paar Kanjis zu lernen. Gammel-Tag darf man sich ja auch mal gönnen. Am Abend fahre ich in die Arbeit, denn ein Mitarbeiter verlässt die Firma und es gibt ein Abschiedsessen. Ziemlich nett und witzig, meine Arbeitskollegen/Chefs sind einfach super Leute!! Seiji lädt mich auf ein "Hanami" im April ein, wortwörtlich übersetzt heißt das "Blumenschau", bedeutet aber eher das man eine Art Piknik unter Kirschblüten Bäumen macht. Und wie bei jedem Anlass heißt das für Japaner natürlich auch bechern! Im April, während der Kirschblüten-Zeit gibt es in Japan im übrigen die meisten Todesopfer in folge von Alkoholvergiftungen. Liegt auch daran, dass im April das neue Schul- und Arbeitsjahr anfängt, d.h. die Leute, die im März ihre Uni abgeschlossen haben und im April anfangen zu arbeiten werden bei den in Japan üblichen "Nomikais", also Trinkgelagen (bzw. offiziell eher Arbeitsessen) von ihren Chefs dazu gezwungen sich tot zu trinken, weil sie es noch nicht gewohnt sind. In Japan trinkt man nämlich nicht so viel wie man möchte, sondern so viel wie einem nachgeschenkt wird und wenn der Chef in Trinklaune ist, dann wird eben gnadenlos mitgetrunken. Wie so oft bin ich äußerst froh, dass in meiner Firma nicht die üblichen strengen Regeln gelten, sondern alle zwar natürlich japanisch sind, aber halt nicht auf die dumme Art und Weise ;)

Auf jeden Fall stupst mich Jin beim verlassen des Restaurants an, ob ich schon heim gehe, oder noch mit ihm und Yuasa-San einen Trinken gehe. Klar, da bin ich mit dabei, fahren also nach Yurakucho, wollen eigentlich in das Deutsche Restaurant gehen, hat aber zu, also gehen wir in ein Irish Pub. Yuasa-San muss relativ schnell fahren, weil er die letzte Bahn erwischen muss und ich stelle wie so oft fest, dass Sprachen einfach reine Kopfsache sind, denn mein japanisch ist flüßiger denn je, ich unterhalte mich mit Jin über wirklich ernste und wichtige Themen, ohne auch nur nachdenken zu müssen. Danke an das gute japanische Bier :D Wir haben irgendwie nicht so wirklich Ahnung wie wir um kurz vor 12 nach Hause kommen sollen (wobei ich noch mehr Ahnung hab als der gute Jin, der immerhin 23 Jahre seines Lebens in Tokyo gelebt hat), nehmen also ein Taxi bis nach Higashi-Nakano, von wo aus ich nach Hause laufen und Jin die Bahn nehmen kann. Der Taxifahrer lässt uns aber irgendwo in der Pampa raus, wir laufen erst mal in die komplett falsche Richtung und müssen dann nochmal ein Taxi nehmen, weil Jins letzte Bahn sonst endgültig weg ist. Wieso haben die ganzen Japaner eigentlich noch weniger Orientierung in dieser Stadt als ich?

Dienstag, 16. März 2010

Kurztrip nach Mito

Ich fahre also zum Hauptbahnhof und nehme den Bus nach Mito, einen später als eigentlich geplant, denke aber ich kann eine kleine "Abkürzung" nehmen und erwische somit den richtigen Bus bis zum Krankenhaus. Da habe ich mich natürlich vertan, lande im falschen Bus und bin dann bei der Endstation IRGENDWO in der Pampa. In Japan zahlt man im Bus am Ende beim aussteigen(meistens zumindest, irgendwie ist das System auch echt in jedem Bus anders!!), mir fehlen allerdings 70Yen (50Cent) und ich habe sonst nur einen 10.000Yen Schein, was mir natürlich niemand wechseln kann. Ich zitiere mal die darauf folgende Unterhaltung mit dem Busfahrer:

"Mir fehlen 70Yen und ich habe sonst nur einen 10.000Yen Schein. Es tut mir Leid, ich wusste nicht, dass man im Bus nur 1.000Yen Scheine wechseln kann."

"Ok, dann machen wir es so, du zahlst beim nächsten mal, wenn du in einen Bus steigst, die 70 Yen nach, ja? Hast du verstanden?"

"Ja, ich habe verstanden, ich werde das auf jeden Fall zahlen, es tut mir wirklich leid, aber ich wusste nicht, dass man nicht wechseln kann, denn den 1.000Yen Schein kann man ja wechseln!"

"Hast du verstanden das du das zahlen musst?"

"Ja, ich habe verstanden, ich werde es auf jeden Fall zahlen, es tut mir wirklich Leid."

"Hast du das verstanden?"

"Ja, ich werde es zahlen."

"Hast du das verstanden?"

"Ja, ich habe verstanden."

Ich bin Ausländerin, keine Busbetrügerin verdammt nochmal! Auf jeden Fall stehe ich in der Pampa und traue mich natürlich auch nicht mehr dem Busfahrer zu sagen, dass ich eigentlich wo ganz anders hin wollte. Glücklicherweise erkenne ich die Umgebung irgendwie und stelle fest, dass ich nicht weit von dem Hotel weg bin, wo ich eigentlich übernachten soll. Was für ein Glück! Meine Gastmutter holt mich also Gott sei Dank dort ab und wir fahren ins Krankenhaus. Als wir im 8. Stock zum Wäsche waschen sind, fängt auf einmal an der Boden unter meinen Füßen zu wackeln und die Tische und Stühle ruckeln rum - Erdbeben! Und das im 8. Stock! Ich kriege natürlich hammer Panik (Hab ich schon erzählt, dass ich hammer Panik vor Erdbeben habe? Ich checke im 30 Minuten Abstand die "Japan Earthquake Information"-Homepage), genauso wie meine Gastmutter. Das Beben ist zwar nicht stark, aber lange, denn im 8. Stock schwingt es nunmal um einiges länger, als am Boden. Oh man! Danach ist mir erst mal total schlecht! Später fahren wir nach Mito, gehen Essen, Miho und ich checken im Hotel ein, gehen ins Onsen und schlafen. Am nächsten Tag frühstück, ins Krankenhaus und auch schon wieder ab nach Mito und zurück nach Hause. Kurztrip nach Mito, war aber nett und mit Miho auch alles super in Ordnung. Am Abend dann Sprachschule und relativ schnell ins Bett. Heute morgen werde ich 5 Minuten, bevor mein Wecker klingelt durch ein Rütteln geweckt. Das war jetzt das 5. Erdbeben in einer Woche, jetzt reicht es bitte auch mal wieder!!

Sonntag, 14. März 2010

Versucht sich kurz zu halten

Es ist einiges an Zeit vergangen, viel passiert und ich versuchen mich kurz zu halten:

Wir treffen also Emily in Shinjuku, sie erklärt uns die Situation, wir kommen noch mit als sie sich aus ihrem Guest House abmeldet, sie hinterlässt mir ihr Fahrrad und ist weg. 18 Stunden hatte sie, zwischen dem Zeitpunkt als ihr Vater auf einmal in Tokyo vor ihrer Haustür steht und ihr Flug ging Zeit, um zu packen und sich von allen zu verabschieden. Die Arme! Nun habe ich also ein zweites unangemeldetes Fahrrad (in Japan muss man sein Fahrrad registrieren lassen), obwohl ich vor 3 Tage noch gar keines hatte. Ich habe es einfach mal in Shinjuku stehen lassen und hoffe, dass es da noch steht, wenn ich wieder komme und vor allem, dass ich es wieder finde. Mein kläglicher Versuch es zu markieren (ich habe ein OB in den Korb vorne gelegt - das schließt somit zumindest aus, dass es kein Fahrrad einer japanerin sein kann haha) wird wahrscheinlich auch nicht viel bringen! Danach treffen wir uns mit Meike und Anna in Shinbashi und fahren zusammen nach Odaiba, schauen uns das Fuji TV Gebäude an, bummeln durch die riesigen Einkaufszentren und den futuristischen Gebäuden auf der künstlichen aufgeschütteten Insel vor Tokyo. Ich fahre dann vor, zurück nach Shibuya, bei Sonnenuntergang über die Rainbow Bridge. Bin im Sprachkurs total fertig und im Izakaya in Kichijouji, wo ich die anderen später treffe auch nicht viel wacher. Außerdem habe ich von der doch leicht unbequemen Schlafsituation hammer Rückenschmerzen, die am Dienstag in der Arbeit auch kein bisschen besser sind. Am Abend holen mich die 4 Mädels von der Arbeit ab und wir gehen ein letztes mal indisch essen.

Nach etwa 2 Stunden Schlaf wache ich um halb 5 auf und begleite die Mädels zum Haneda Flughafen. Anna kotzt bereits in der vollen Yamanote, aber da es eh eine der ersten Bahnen ist, sind sowieso nur Betrunkene unterwegs, deswegen ist das nicht so schlimm. Nach Haneda zu fahren fand ich ziemlich interessant, alleine zurück eher traurig. Zuhause lege ich mich gleich ins Bett und schlafe bis 3 Uhr Nachmittags. Dann treffe ich mich mit ein paar von meinen japanischen HighSchool Freundinnen in Shinjuku zum Essen. Weil ja Emilys Fahrrad auch noch in Shinjuku steht, treffe ich mich danach noch mit Justus, dem ich es "schenke". Wir gehen noch was essen und dann heim.

Donnerstag Arbeit, kein guter Tag, der sich aber am Abend durch ein Date mit Atsushi, dem Friseur um einiges verbessert hat. Am Freitag übernachte ich bei Nefi und Thezi und wir schauen uns Love Exposure, ein über 3 Stunden dauernden japanischen Film an. Sehr amüsant! Am Samstag treffe ich mich mit Etienne in Shinjuku, der mir die Papiere für Aois Fahrrad gibt. Wir gehen noch einen Kaffee trinken. Dann fahren Nefi, Thezi und ich nach Tabata zu den Schweden, wo wir auf der Couch übernachten. Am nächsten Tag bleibt auch nicht viel Zeit,denn wir sind mit Kouki um 2 in Kichijouji verabredet, fahren also direkt hin, gehen was Essen, einen Kaffee trinken, Karaoke singen und dann noch was Abend essen und dann noch was trinken. Konsum Tag. Auf jeden Fall kommt Kouki im Sommer nach München und dann fahren wir gemeinsam nach Berlin. Freu mich wie ein Schnitzel! Nach 3 Tagen nicht zuhause tut das eigene Bett doch sehr gut. Ich schlafe also Montag aus, räume auf, Wasche wäsche, lerne, alles was ich so die letzten Wochen vernachlässigt habe! Am Abend Sprachschule und danach gehe ich mit Thezi was Essen und dann gehen wir noch ein wenig spazieren durch Harajuku. Am Dienstag Arbeit, am Abend fahre ich nach Simo-Kitazawa wo wir mit Issei YakiNiku Essen gehen. Ziemlich witzig gewesen und Issei meinte auch, jetzt wo er mit Job-Hunting fertig ist, machen wir mehr :)

Mittwoch fahren wir nach Asakusa, damit Thezi das auch mal sieht und die beiden ein letzten Mitbringsel Einkauf erledigen können. Dann nach Shibuya, rumbummeln und ein letztes mal Karaoke: im 8. Stock mit Hammer Ausblick, der Raum war riesig, kamen uns vor wie in „Lost in Translation“! Danach fahren wir nach Ueno und gehen zum letzten mal mit den Schweden beim Koreaner was essen.

Obwohl ich nicht fahre, hat sich die Woche schon sehr nach Abschied angefühlt, bei Kouki und den Schweden. Mal sehen wie oft ich die noch so sehe!

Am Donnerstag gehen wir nach der Arbeit ein letztes mal Okonomiyaki Essen. Wollen dann eigentlich ins Sento (öffentliches Bad), das hat aber zu. Die Mädels haben gott sei Dank ihre Koffer in Shinjuku eingesperrt, d.h. wir müssen am nächsten Morgen wenigstens nichts schleppen. Je nach dem wann mein Flug geht, werde ich es wohl auch so machen und am Abend vorher die Koffer in Ruhe nach Shinjuku bringen! Der Stress und das Gerenne mit Anna und Meike ist mir da doch noch zu klar im Kopf haha

Als ich wieder zuhause bin, lege ich mich ins Bett und schlafe bis 3. Am Abend Sprachkurs.

Samstag ist also mein erster Tag wieder alleine in Tokyo. Es ist super Wetter also schwinge ich mich aufs Fahrrad und fahre nach Nakano, was das Freak-Viertel vor Akihabara war. Bummel in dem glaube ich verrücktesten Kaufhaus, dass ich je gesehen habe, rum (dazu ein anderes mal mehr) und überlege mir eine gebrauchte analoge Kamera für 350Yen (2Euro) zu kaufen hehe Auf dem Rückweg gehe ich einkaufen und danach fahre ich noch etwas in Nakai in der Gegend rum. Hab jetzt einen ganz guten Überblick wie‘s bei mir in der Umgebung aussieht :D Ich liebe mein Fahrrad!!

So, jetzt ist es halb 10 Uhr morgens, ich bin viel zu spät dran, weil ich jetzt nach Mito fahre, Miho ist nämlich aus Amerika zurück. Musste nur davor mal schreiben, sonst wäre das ja nie was geworden, ist eh schon ewig lang. Wird ab jetzt wieder besser, ich versprechs!

Montag, 1. März 2010

City View und Yokohama

Am Samstag lasse ich die beiden etwas ausschlafen, dann wecke ich sie und wir fahren trotz schlechtem Wetter zum Metropolitan Government und schauen uns die Aussicht über Shinjuku an. Danach gehen wir ENDLICH Okonomiyaki essen (und stinken natürlich für den Rest des Tages ales kämen wir gerade frisch aus der Fritteuse!). Als es dunkel wird fahren wir nach Roppongi und gehen endlich auf die Hills. Wunderbare Aussicht, der Tokyo Tower ist so schön, dass ich nie wieder runter möchte!! Da ist das Metropolitan Government Building in Shinjuku wirklich nichts dagegen! Anschließend fahren wir nach Kichijouji, in Aoi‘s und mein ehemaliges Stamm Izakaya, sitzen auf gefälschtem billig Tatami-Boden an der „Bar“, essen und trinken.

Sonntag geht es dann wieder früh los: Wir fahren nach Yokohama, wo das Wetter gott sei Dank auch ganz gut ist. Mit super Hunger gehen wir ins Ramen Museum, das einfach soooo schön und süß ist, nur dummerweise ist es so voll, dass wir relativ schnell wieder rausgehen, ohne was zu essen. Also fahren wir nach China Town und schlagen uns dort den Magen voll. Am Abend schauen wir noch kurz in Harajuku vorbei und fahren dann heim, alle relativ fertig und müde.

Als ich schon im Bett liege, schreibt mir Emily eine Nachricht: „For some reasons I have to go home tomorrow. Is there a way to see you, nefi and thezi again? tonight or in the morning?“ Schock! 2 minuten später ruft mich Nodoka panisch heulend an und fragt ob ich weiß, ob mit Akino alles ok ist. Hä, wieso? Von dem Erdbeben in Chile, dem in Okinawa und der Tsunami Warnung an der japanischen Küste (ich lebe im übrigen NICHT an der japanischen küste!) haben wir nämlich KEIN wort mitgekriegt! Gott sei dank kann Facebook und ein Anruf bei Aoi uns dann beruhigen, Akino (die in Chile ist) lebt noch!

Jetzt sitze ich also um 10 Uhr morgens hier, die Mädels schlafen noch und ich treffe Emily, bevor sie in 2 Stunden zum Flughafen abfährt .. was für eine Welt!