Sonntag, 31. Januar 2010

Weekend

Am Freitag eröffnet mir Jin schmeichelnder Weise, dass ich vielleicht doch eine Sprachschule besuchen sollte, da ich bereits seine „schlechten Wörter“ benutze. Kurze Erklärung: Im japanischen unterteilt man relativ strikt in Männer und Frauen Sprache. Außerdem gibt es etwa 5 Höflichkeitsstufen. Ich rede also mittlerweile wie ein unfreundlicher Mann. Klasse haha Dabei gebe ich mir immer so viel Mühe höflich zu reden. Verdammt ;) Na ja, gott sei Dank lacht Jin einfach nur über mich. Er ist ja auch selber schuld, wenn er immer so mit mir redet und ich mir das dann merke! Wie soll ich mich auch an Frauensprache gewöhnen, wenn um mich rum nur Männer in der Arbeit sind? Ich brauch mehr weibliche Japanerinnen!

Nach der Arbeit dann mit Nefi, Thezi und Kouki in ein Izakaya in Kichijouji, sehr witzig, vor allem weil Kouki einfach echt n cooler Kerl ist und dann brav mit der letzten Bahn nach Hause.

Am Samstag wollen wir uns eigentlich mit den Schweden treffen, die Thezi im Echo kennengelernt hat, die melden sich aber nicht, also gehen wir mit Aoi in ein Izakaya in Takadanobaba. Thezi geht es nicht gut und sie fährt heim und da wir noch eine Stunde haben, bis die letzte Bahn fährt gehen wir noch zu dritt ins Karaoke. Und was macht man wenn man einmal in Laufweite von zuhause ist? Genau, mit der letzten Bahn nach Shibuya fahren, in eine Bar namens Oath, in der Nähe wo auch das Loop ist, wo Etienne, Erika und Stephan sind (Akina war auch mit dabei, musste aber nach Hause, weil ihre Mutter angerufen hat und meinte, dass es nicht ok ist, wenn sie jedes Wochenende Clubben geht. Akina ist 24 und arbeitet!). Gute Musik, super witzige Leute kennengelernt und so verfliegt die Zeit. Als Aoi und ich mit dem Taxi zu mir fahren stelle ich fest, dass direkt neben meinem Haus, also das angrenzende Grundstück ein Tempel ist. Man lernt auch nicht aus!

Nach gefühlten 5 Minuten Schlaf stehe ich auf, schmeiße Aoi raus und fahre nach Shibuya, wo ich mich mit Nodoka treffe. Wir gehen Ramen Essen, Shoppen, Purikura machen - das übliche. Später treffen wir dann noch Nefi und Thezi (die aber nur ca. 10 min bleibt und dann wieder heim fährt, da es ihr schon wieder nicht gut geht) und gehen ins Beat Café. Nodoka lädt uns zu ihr nach Hause nach Oosaka ein und da ihre Studentenwohnheim um 11 Sperrstunde hat, fahren wir etwa um halb 10 nach Hause.

Wie schnell geht so ein Wochenende eigentlich rum, wenn man Montags arbeiten muss?

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