Mama und Hermi haben Glück, denn genau am Donnerstag machen die Flughäfen wieder auf und die beiden können nach Hause fliegen. Ich arbeite und am Abend fahre ich nach Higashi-Kouganei, was noch ein bisschen weiter draussen als Kichijouji ist. Shinohara-Sensei holt mich ab und wir fahren in Katharinas Wohnung. 2 Zimmer, große Küche. Dafür halt arschloch Lage. Na ja, ich äußer mich mal einfach nicht dazu ;) Wir essen alle zusammen Sukiyaki zu Abend und ich fahre relativ schnell wieder nach Hause. Am Freitag lerne ich für meinen Test und gehe mit Etienne in Shibuya einen Kaffee trinken. Wir versuchen eher ohne Erfolg Korea zu planen und haben eines des üblichen guten Gespräche. Gott, hab ich ihn ins Herz geschlossen, darf gar nicht dran denken, was ich ohne ihn machen soll. Aber na ja, Paris ist ja nicht so weit weg! Dann Sprachschule, der Test ist ein absoluter Witz! Wir haben eine halbe Stunde Zeit, ich bin schon nach 7 Minuten fertig und habe volle Punktzahl ;) Danach treffe ich mich mit Memi, Koukis Freundin und ich muss gestehen, ich hab sie etwas falsch eingeschätzt, denn sie ist echt n interessantes, nicht dummen Mädchen! Sie überlegt sich nach Berlin zu gehen, um dort Design zu studieren, also vielleicht sehe ich sie im Sommer schon wieder ;) Am Samstag treffe ich mich mit Katharina in Kichijouji, gehen Essen, Shoppen, etc. und können endlich in Ruhe reden. Weil ich eh schon in Kichijouji bin, gehe ich mit Stephan und Etienne noch Abend Essen und Korea nimmt konkrete Pläne an. So wie es aussieht, fliegen wir zu dritt um 25. bis 31. Mai nach Seoul. Auch wenn ich dann nur noch 6 Tage in Japan habe, freu ich mich wie ein Schnitzel mit den beiden zu verreisen und natürlich auch Yul in Seoul zu treffen. Am Sonntag ist super wetter und ich fahre mim Fahrrad bei mir in der Gegend rum, dann sogar bis nach Ikebukuro und schiesse Fotos mit meiner geliebten Kamera. Am Abend gehe ich mit Justus in Harajuku Abendessen und habe eine super witzige Unterhaltung über die Macht und Verrücktheit von japanischen Frauen. Montag fahre ich wieder nach Ikebukuro und kaufe mir den letzten Band der japanischen Sailor Moon Ausgabe haha Gibt auch die DVD Sammlung, kostet aber 12.000Yen (100 Euro), deswegen bin ich noch staaark am zögern. Am Abend Sprachschule und heute Arbeit, Jin ist krank oder nicht da oder was auch immer, deswegen weiß ich jetzt nicht, ob ich morgen oder Freitag in die Arbeit kommen soll, da Donnerstag Feiertag ist.
Dienstag, 27. April 2010
Mittwoch, 21. April 2010
mit Mama und Hermi
Jin fragt mich, ob ich schonmal eine Restaurant Reservierung gemacht hab. Ich versuch mich noch rauszureden, in dem ich sage ich hätte schon mal mein Bus Ticket reserviert, aber er bringt mich dann doch dazu, dass ich also vor der kompletten Firma im Restaurant anrufe und reserviere. Vielleicht zu Erklärung: Japanisch wird nicht leichter, wenn man es am Telefon verwendet. Und sowas wie Reservierungen sind natürlich auch nochmal was ganz was anderes, als ne Freundin oder so anzurufen. Ich kriegs auf jeden Fall hin und Jin und ich sind beide stolz auf mich ;) Frag mich immer wieder, wie der Kerl es hinkriegt, dass ich alle Dinge mache, egal wie unangenehm sie mir sind, oder wie sehr ich doch denke, dass ich es nicht kann. Sowas nenn ich jemanden fördern! Genauso wie das Übersetzen, was ich ansonsten zur Zeit den ganzen Tag mache ... von deutsch/englisch auf japanisch (was natürlich nochmal in offizielles japanisch umkorrigiert wird, aber immerhin!)!! Mir brummt auf jeden Fall nach so einem Tag immer gewaltig der Schädel!!
Am Mittwoch fahren wir nach Mito, meine Gasteltern treffen. Ich übersetze alles Simultan-Dolmetscher-mäßig und wir haben eine nette Unterhaltung. Wir besichtigen den Kairakuen in Mito, ein berühmter Park und sind am Abend wieder in Tokyo. Am Donnerstag gehen wir mit Jin und Seiji Essen, wo Hermi endlich alle seine Fragen zu japanischer Politik, etc. stellen kann ;) Jin und ich sitzen an dem riesigen Tisch gegenüber und müssen uns die ganze Zeit das lachen verkneifen, weil wir beide wissen, dass sich mein Interesse in Grenzen hält.
Am Freitag funktioniert endlich mein Handy wieder!! Juhuuu! Und wir besichtigen den Kaiserpalast und fahren danach nach Kawaguchiko, in der Nähe vom Fuji-San. Es schneit, ich sehe zum 3ten mal in diesem Jahr Schnee, zum ersten mal einigermaßen viel Schnee! Wir gehen während es schneit draußen ins Onsen - Sehr geil! Am nächsten Tag fahren wir zurück nach Tokyo, erst nach Kagurazaka und dann nach Kichijouji, wo Mama sich einen Bonsai kauft!! Der steht dann erst mal bei mir zuhause, wo ich ihm gut zu Rede :) Außerdem habe ich die Kyuushuu Fotos entwickeln lassen und bin verdammt stolz auf die Bilder. Sind wirklich klasse geworden! Hier nochmal vielen Dank an Papa für diese geniale Kamera, ich könnte nicht glücklicher sein!! Am Sonntag fahren wir nach Ginza, gehen ins Sony Building und in eine Leica Ausstellung. Mit meiner neuen Faszination für analoge Kameras habe ich mittlerweile nämlich auch Mama und Hermi angesteckt. Dann fahren wir nach Roppongi und gehen auf die Hills, uns den Blick auf die Stadt anschauen. Egal wie oft ich da noch oben bin, genug werde ich sicherlich NIEMALS davon kriegen. Einfach genial!! Danach Sushi Essen und ich fall nur noch ins Bett. Da meine Eltern ja im nahtlosen Übergang hier waren, bin ich seit 2 Wochen jeden Abend Essen gegangen und hab Alkohol getrunken. Das und das ganze Sightseeing schlaucht sehr! Am Montag fahren Mama und Hermi nach Kyoto und ich bin den ganzen Tag zu nichts im Stande. Am Abend Sprachkurs und dann treffe ich mich mit Ryu, dem Architekten Freund von Kouki. Wir gehen was Essen und haben nen ziemlich netten Abend. Fahren mit der trotz Wochentags vollen letzten Bahn heim. Am nächsten Tag Arbeit, Jin und ich führen eine witzige Unterhaltung über Bonsai Bäume und Zimmerpflanzen. Er meint er raucht in seiner Wohnung so viele Zigaretten, dass er seine Pflanze wahrscheinlich einfach in stücke schneiden und wie eine Zigarette rauchen könne, weil sie so viel Nikotin abkriegt. Das arme Ding haha Am Abend treffe ich mich mit Etienne und Stephan in Shibuya, allerdings auf der "Salarymen-Seite" des Viertels. Wir sind in einem kleinen Restaurant, in dem ich die einzige Frau und wir 3 die einzigen ohne Anzüge sind. Haben einen super netten und lustigen Abend und als ich zuhause bin, werde ich etwas sentimental, weil ich gar nicht mehr weiß, was ich ohne die beiden, vor allem ohne Etienne machen soll!!
Heute räume ich auf und packe Zeug zusammen, das ich Mama und Hermi mit nach Hause geben werde. Es scheint zwar nicht viel, ist es aber doch. Mit meinen 20 Kilo hätte ich mein ganzes Drum niemals nach Hause bringen können. Ich glaube ja jetzt noch, dass das alles nicht in meinen Koffer passen wird!! Wir gehen dann in Nakai, bei mir um die Ecke in ein nettes kleines Izakaya. Bin schon sehr traurig, dass die beiden jetzt wieder weg sind :( Aber wir hatten wirklich eine großartige Zeit, eine tolle Reise und viele schöne Erlebnisse, die ich alleine sicherlich nicht gehabt hätte. Vielen Dank für alles!!
Dienstag, 13. April 2010
Kyuushuu
Am Donnerstag stehe ich für meine Verhältnisse viel zu früh auf und fahre nach Baba, um Mama und Hermi abzuholen. Wir fahren dann gemeinsam zum Hauptbahnhof und nehmen von dort aus der Zug um 6:30 Uhr nach Oosaka, um von dort aus weiter nach Hiroshima zu fahren. Natürlich alles Shinkansen und so rauschen wir mit knapp 300km/h durch Japan und kommen bereits gegen Mittag an. Auch wenn wir keine Ahnung von dem dortigen Tram-System und auch keine Anfahrtsbeschreibung haben, schaffen wir es dank der hilfsbereitschaft der Japaner ins Hotel, um unsere Sachen abzulegen und uns auch gleich wieder auf den Weg zu machen. Nach kurzem Mittagessen unter Kirschblüten fahren wir zum Atombomben Dom, ein Gebäude, dass die Tragödie überstanden hat und mehr oder weniger bis heute steht. Danach gehen wir in das Museum und mir treibt es von Zeit zu Zeit die Tränen in die Augen. Auch wenn ich absolut nicht damit einverstanden bin, wie die Japaner die Ereignisse des 2. Weltkrieges verarbeiten, muss ich, nach dem ich das alles gesehen habe gestehen, dass ich zumindest verstehe, wieso sie sich auch heute noch als Opfer des Krieges sehen. Am Abend laufen wir durch die Stadt und gehen in das "Okonomiyaki-Haus", in dem es auf 3 Stockwerken nichts als Okonomiyaki Läden gibt! Ein Traum von Abendessen war das! Habe mich wirklich in Hiroshima verliebt, meiner Meinung nach das bisher süßeste Städtchen Japans, das ich gesehen habe. Klein, überschaubar und schön. Könnte mir durchaus vorstellen, dort auch mal eine Zeit lang zu verbringen. Man weiß ja nie, wo es einen so hin verschlägt. Am nächsten Tag geht es über Fukuoka weiter nach Kumamoto auf Kyuushuu, der südlichsten Hauptinsel Japans. Kumamoto ist jetzt noch nicht so "subtropisch" und paradiesisch, wie ich mir Kyuushuu vorgestellt hab, aber am Abend stellt man dann doch fest, dass man im Süden ist. Selbst unter denn doch .. wie sag ich das jetzt nett? steifen Japanern merkt man, dass die Mentalität im Süden anders ist. Das Leben spielt sich einfach irgendwie doch mehr auf der Strasse ab. Als wir in Kumamoto in der Tram Bahn sitzen und ich mit meinem Handy etwas nachschlage, grummelt ein etwas älterer Japaner schon die ganze Zeit wie verrückt rum. Irgendwann fängt er sogar fast an zu brüllen. Ich verstehe natürlich kein Wort bei dem Dialekt und der Gebrabbel des alten Kerls und denke einfach nur, dass er ein bisschen verrückt ist. Als er allerdings irgendwann mit seinem Schirm mehr oder weniger auf mich los geht, rastet sogar Hermi aus. Erst dann erbarmt sich eine Japanerin zu mir zu kommen und bittet mich, mein Handy auszuschalten. Ob der Kerl nun wirklich einen Herzschrittmacher hatte oder einfach nur einen Dachschaden, bleibt dabei offen. Nur fand ichs mal wieder super interessant, dass um mich rum die Japanerlis blöd glotzen und der Kerl mich schon fast mim Schirm attakiert, bis sich jemand erbarmt mir in normalen japanisch zu sagen, dass ich mein Handy aus machen soll. Geschweige denn von dem alten Kerl selber, der ja auch normal was hätte sagen können. Geschockt war ich ja schon. Als bei der nächsten Station dann ca. 5 Japaner mit Handy in der Hand einsteigen, geht der Kerl ans vordere Ende des wagons und die Durchsage vom Schaffner kommt: "Bitte schalten Sie alle ihre Handys aus". Oh man oh man .. Na ja, wir besichtigen dann auf jeden Fall das Schloss und einen japanischen Garten in Kumamoto und am Abend gehen wir in so einen kleinen Familienbetrieb, die natürlich wie immer heil froh sind, dass ich japanisch kann. Obwohl ich die Karte nicht gescheit lesen kann und es immer eine kleine Überraschung ist, was wir nun bestellt haben, schmeckt alles wunderbar. Nur der "Shochuu on the Rocks" (Reisschnaps) schmeckt, obwohl aus Kyuushuu stammend, pur mit Wasser einfach eher wie Medizin. Am nächsten Tag fahren wir zum Aso-San, ein Vulkan/Berg irgendwas und gehen danach ins Onsen (traditionelle japanische heisse Quellen). Am Sonntag fahren wir weiter nach Beppu auch "Onsen Mekka" genannt. Dort sieht es dann schon mehr nach Paradies aus - so habe ich mir Kyuushuu vorgestellt! Wir besichtigen die "Höllen Onsen", bei denen knall rotes, brodelnd heißes Wasser aus den tiefen rausgesprudelt kommt. Übernachten tun wir im Ryoukan, ein traditionelles japanisches Hotel direkt am Meer. Nachdem wir auf dem Dach des Hotels im Onsen mit Meerblick waren, kriegen wir das traditionelle Essen (von dem ich auch keine Ahnung hab, was das nun alles war) im Tatami-Zimmer und danach wird einfach der Tisch weggeräumt und an gleicher Stelle die Futons ausgerollt. Wir schauen uns noch Fluch der Karibik auf japanisch an und schlafen ein. Achja, ich habe es geschafft mein Handy im Klo zu versenken. Da ich die Hoffnung habe, dass es trocknet und nicht kaputt ist, habe ich es noch nicht wieder angemacht. Mal sehen. Am nächsten Morgen geht es für mich mim Flieger zurück nach Tokyo. Ich bin die einzige Ausländerin im Flugzeug und nach dem Sicherheitsvorkehrungen auf japanisch erklärt werden, kommt die Stewardess zu mir und fragt, ob ich alles verstanden habe. Für einen kurzen Moment überlege ich mir, sie nochmal alles auf Englisch machen zu lassen, erkläre ihr aber dann, dass ich japanisch kann und es somit kein Problem gibt. Abgesehen natürlich davon dass ich, so oft wie ich schon in einem Flieger saß die Vorkehrungen wahrscheinlich auf jeder Sprache verstehen würde ;) Am Abend dann Sprachkurs, meine Lehrerin kommt ja aus Kyuushuu und Dylan, mein "Klassenkamerad" hat ein Jahr in Ooita, ganz in der Nähe von Beppu, Englisch unterrichtet, also darf ich einen kompletten Reisebericht abgeben.
Mittwoch, 7. April 2010
Papa in Tokyo
Am Samstag kommt also Papa an und ich hole ihn vom Flughafen ab. Er ruht sich etwas aus, dann gehen wir Ramen essen, bei mir um die Ecke und fahren nach Asakusa. Aufgrund des Jetlags schläft Papa teilweise ein, während ich mich mit ihm unterhalte. Nun gut. Am Sonntag fahren wir nach Kawasaki auf das Kanamari Matsuri, das „Steel Penis Festival“, auf dem teilweise als transen verkleidete Japaner einen riesigen pinken Penis durch die Menge tragen. Amüsant ;) Natürlich überfüllt mit Ausländern!! Wir gehen Sushi Essen mit Etienne, Shahenda und Erika und fahren dann zurück nach Tokyo, nach Akihabara, wo wir uns ein bisschen Technik Kram und japanische Freaks anschauen und Okonomiyaki Essen. Danach fahren wir nach Roppongi auf die Hills hoch und genießen den Ausblick über die Stadt. Am Montag fahren wir nach Nakano und schauen in den gebrauchten Kamera Laden, werden aber nicht fündig und fahren nach Shinjuku. Dort kaufe ich 2 ziemlich coole Bildbände von Tokyo. Der eine zeigt lauter Tokyoter Apartments von innen. Winzig und voll bis oben hin – göttlich! Der andere zeigt Tokyo zum Anfang des 20. Jahrhunderts verglichen mit dem heutigen Tokyo. Auch sehr schön. Dann wollen wir in den Park in Shinjuku fahren, kommen auf dem Weg aber noch an einem Kamera Laden vorbei und Papa kauft mir eine gebrauchte analoge Spiegelreflex Kamera mit Objektiv für 5000Yen (40 Euro). Das Ding ist ein Jahr jünger als ich, ist das geil? Dann in den Park, es ist schlechtes Wetter, deswegen nichts los und man kann die Kirschblüten schön anschauen. Danach fahren wir nach Harajuku und treffen uns mit Heimburgs, denn Fabian (Ein Junge aus meiner Schule, der ein Jahr vor mir Abi gemacht hat und mit dem ich jetzt eigentlich nur so vom sehen und mal reden kenne) ist in Tokyo und hat gefragt, ob ich ihm was zeigen kann. Also gehen wir essen, laufen durch die Takeshita Douri (Crazy Einkaufsstraße in Harajuku) und machen Purikuras (Die Sticker Bildchen). Papa isst einen japanischen Crepe und ist völlig begeistert. Nach dem er mich das komplette Wochenende gefragt hat, ob wir jetzt endlich da hin fahren, wo der Hund ist, fahren wir also nach Shibuya, schauen uns den Hachiko an, laufen durchs 109 (verrücktes Kaufhaus in Shibuya) und gehen einen Kaffee trinken. Ich muss in die Sprachschule, also bleibt Papa im Café und läuft ein bisschen rum. Danach fahren wir nach Takadanobaba und gehen Yaki niku essen. Ein Restaurant mit einer Art Tisch Grill auf dem man sich dann selber sein Fleisch kocht. Zuhause versuche ich alles zusammen zu suchen, was ich nicht mehr brauche und gebe es dem armen Papa mit, der das ganze Zeug dann am nächsten morgen zum Flughafen schleppen darf. Ich begleite ihn bis nach Shinjuku und dann ist er leider auch schon wieder weg :( Wenn auch nur 3 Tage hatten wir aber eine großartige Zeit!! Ich fahre in die Arbeit, bin natürlich viel zu früh und gehe noch einen Café trinken und frühstücken. Nach der Arbeit fahre ich nach Takadanobaba und treffe Mama und Hermi und wir gehen in einem ziemlich netten kleinen Laden Ramen Essen. Heute übersetze ich in der Arbeit, von deutsch auf japanisch. Ich sage Jin von Anfang an, dass das kein gutes japanisch ist und er ja nicht lachen soll, wenn ich es ihm schicke, aber er meint "Du machst das jetzt, das klappt schon!" und natürlich schreibt er das ganze in offizielleres japanisch um, aber er lobt mich und sagt es war perfekt, wie von einer Japanerin geschrieben! Ui, freut einen so ein Lob!! Danach treffe ich mich mit Mama und Hermi bei mir an der Station, wir stellen ihre Koffer bei mir ab und gehen in einen kleinen Familienbetrieb um die Ecke. Die Leute sind super nett, quatschen uns die ganze Zeit zu und das Essen ist sau geil! Da geh ich ab jetzt immer hin, wenn mir langweilig ist, da kann man sich nur gut fühlen danach. Japanische Omis und Opis sind aber auch zuckersüß!! Und morgen gehts ab nach Kyuushuu, sehr früh, also versuche ich jetzt mal noch die restlichen 4 Stunden zu schlafen ;) Süden, GEIL!!
Freitag, 2. April 2010
Viel zu wenig Zeit
Schlechtes Wetter, deswegen mache ich kaum was, sondern lerne, sitze zuhause, koche (ja, ich habe angefangen in meiner winzigen Küche zu kochen und es klappt sogar ganz ok) und putze. Einmal war ich im Kino und hab mir "Saru Lock" angeschaut - alleine ins Kino gehen ist weniger schlimm als man denkt!
Am Freitag fahre ich mim Fahrrad nach Koenji, neue Schuhe kaufen. Nach der Sprachschule treffe ich mich mit Etienne, Erika, Shahenda und einen semi-professionellem Sumi-Ringer in einem Izakaya irgendwo im nirgendwo. Wollte eigentlich gar nicht gross was machen, aber Viktor hat fragt mich ob ich noch mit ihm weggehe, also fahre ich nach Roppongi. Viktor schleppt mich auf ne Model-Party, mit dem super coolen Motto "I Hate Models". Nur schöne Menschen um mich rum, alles umsonst, Karaoke, Dinks, etc. Schlimmer als das P1, wirklich! Die Leute die ich dort kennengelernt habe, tun mir eigentlich einfach nur Leid!
Am Samstag dann nach wenigen Stunden Schlaf auf das Hanami von meiner Sprachschule im Yoyogi-Park. Schön wars ja nicht wirklich. Total überfüllt, die Kirschblüten haben noch nicht mal wirklich geblüht und es war arsch kalt. Spass hat es aber trotzdem gemacht, vor allem mit Dylan (mein "Klassenkamerad") und seiner Freundin. Und ein paar ganz liebe Japanerinnen habe ich auch kennengelernt. Ich fahre um 5 wieder nach Hause und will eigentlich nur ins Bett, als mich Stephan anruft, der endlich wieder zurück in Tokyo ist, mit seiner Freundin zusammen. Also nach Kichijouji und erst zu dritt im Izakaya, bis Etienne, Erika, Shahenda, Hana und Alden auftauchen. Wir landen später noch im Karaoke und ich stelle fest, dass mein Fahrrad wirklich super praktisch ist, auch wenn es einfach nur für nachts von der Bahn nach Hause fahren ist!
Als ich am Sonntag aufwache habe ich eine Mail von Ella auf dem Handy: "Wir gehen morgen auf den Tsukiji Fischmarkt, kommst du mit? 4:55 Uhr in Takadanobaba" Also Sonntag nichts gemacht, ausser zu planen, frueh ins Bett zu gehen. Was natuerlich nicht hinhaut, also stehe ich nach knapp 3 Stunden Schlaf um 4 Uhr auf, fahre nach Takadanobaba und dann mit den Waseda Studenten (die, tut mir Leid, aber bis auf Ella echte Loser sind! Hab sogar festgestellt, dass ich den einen schon von einer Geburtstagsfeier kannte.. Damals war er aber auch nicht interessanter. Wie heisst es so schön? Nett ist der kleiner Bruder von Scheisse!) nach Tsukiji. Viele Touristen unterwegs, durch die Thunfisch Auktion wird man eher durchgeschleust. Trotzdem ist es super interessant und echt ziemlich cool, alles in Bewegung und echt ganz suesse, junge japanische Fischer :P Auf jeden Fall habe ich eine Menge guter Fotos geschossen. Um 7 dann Sushi Frühstück und um 9 bin ich auch schon wieder zuhause. Ich will eigentlich nicht schlafen, schaffe es dann aber doch nicht wach zu bleiben und schlafe trotz Wecker bis 3 Uhr Nachmittags. Am Abend Sprachschule und danach fahre ich nach Kichijouji, denn Kouki fliegt am nächsten Tag zurück nach London, also gehen wir noch einen Kaffee trinken. Memi und ein Freund von ihm sind auch dabei, mit dem ich zusammen in der Bahn nach Hause fahre und der mich fragt, ob wir sozusagen "Tandem-Partner" werden wollen. Obwohl er 4 Jahre in New York gelebt hat und meiner Meinung nach super gutes Englisch spricht und Englisch ja nicht mal meine Muttersprache ist!! Aber mir solls recht sein :DDienstag Arbeit, nichts spannendes, Mittwoch fahre ich mim Fahrrad nach Shinjuku und gehe dort in den Park, Kirschblüten anschauen. Schon um einiges schöner!! Vielleicht auch weil man dort Eintritt für den Park zahlen muss! Danach noch nach Harajuku, will eigentlich den Sale ausnutzen, bin aber irgendwie schon zu spät dran, außerdem ist es abartig voll. Am Rückweg fahre ich noch beim größten Buchhandel in Shinjuku vorbei und kaufe mir 2 neue japanisch Bücher, die zwar über meinem Level sind, aber man muss ja voraus denken! Am Abend treffe ich mich mit Justus, Stephan, Etienne und der üblichen Truppe in Roppongi, wollen eigentlich hoch auf die Hills, entscheiden uns aber dagegen, weil es doch irgendwie schon zu spät ist. Lernen einen Italiener kennen, der hier nur rumreist und gehen mit ihm in ein Irish Pub in Roppongi. Donnerstag Arbeit und sonst nichts spannendes. Am Freitag stehe ich früh auf und fahre nach Kichijouji, weil wir eigentlich in den Inokashira Kouen wollen, um Kirschblüten anzuschauen. Es schüttet aber total, also gehen Erika, Etienne und eine Japanerin ins Karaoke und danach in ein "Neko Kissaten". Ein Katzen Café. Ja, man sitzt dann da, kann seinen Kaffee genießen während lauter Katzen rumlaufen haha Total crazy. Für Kinder ja vll ganz süß, aber da waren einfach auch Päärchen oder so ein stink normaler Business Kerl, der da alleine sitzt und die Katzen streichelt haha krank! Danach fahren wir nach Koenji, essen und ich entdecke einen tollen Laden mit alten Zeitschriften. Sehr geil! Danach nach Shibuya, in ein Café, Sprachschule und heim, aufräumen und die letzten Vorbereitungen machen, bevor morgen Papa kommt!