Da sich Nefi ein Wörterbuch kaufen möchte fahren wir am Mittwoch nach Shinjuku zum Yodobashi Kamera. Kaufen dann schluss endlich aber doch nichts, außer einen Adapter (was auch besser so ist, ich könnte in diesen Elektroläden jeden Tag tausende von Euros lassen!). Weil wir schonmal in Shinjuku sind fahren wir zum Tokyo Tochou, also dem Metropolitan Government Office, auf dem es im 54. Stock einen kostenlosen Aussichtsbereich gibt. Stehen knappe 2 Stunden da oben, immer mit offenem Mund und starrem Blick auf die Lichter da draußen und in meinem Kopf schreit eine Stimme: „Ich will hier nie wieder weg!“ Und dabei ist die Aussicht über Shinjuku nicht mal so krass, also vergleicht man sie mal mit der über Roppongi!
Donnerstag sitze ich hustend in der Arbeit und fahre danach spontan zu Nefi und Thezi, die ja in einem „Gaijin House“ wohnen, also eine Art WGs für Ausländer. Man lernt natürlich ganz nette Leute kennen und wenn man möchte ist man nie allein. Aber bin doch sehr froh, dass ich hier mein eigenes Zuhause habe!! Vor allem mag das für 2 Monate ja ganz cool sein, aber sicherlich auch nicht für mehr ;)
Freitag kriege ich eine E-Mail von Jin, in der er schreibt, dass ich ja jetzt seit 3 Monaten dabei bin und anfangen soll mir selber Sachen in der Arbeit zu überlegen. Bin ja froh, dass er mich fordert, nur leider kenne ich mich halt dann trotzdem noch etwas zu wenig aus, ich stehe also im Moment irgendwie unter super Druck. Das erzähle ich ihm später dann auch, da wir nach der Arbeit zusammen nach Kichijouji fahren und dort mit Jeff und Aoi zu viert was essen/trinken gehen. Danach noch in eine Bar und dann nochmal in eine andere Bar, ein Freund von Aoi kommt auch noch irgendwann und ich brauche nicht erwähnen, dass ich einen super Abend hatte. Wobei es den legendären Freitag mit Aoi, Jin und Jeff natürlich nicht toppt haha Dafür habe ich mich am nächsten morgen aber auch nicht ganz so sehr geschämt, als ich aufgewacht bin ;) Am Samstag Abend feiern wir Thezi‘s Geburtstag nach, fahren also erst nach Shinjuku, treffen irgendwelche Freunde von Nefi‘s Sprachschule, bzw. irren eigentlich einfach länger als ne Stunde in Shinjuku rum und blicken gar nichts (dieser dumme Bahnhof ist aber auch so scheisse und viel zu groß und unübersichtlich!! Ich hasse Shinjuku!!). Irgendwann kommen wir dann an, müssen aber nach ner Stunde schon wieder los, da Moein mit seinem Mitbewohner in Shibuya auf uns wartet. Also gehen wir in ein Izakaya in Shibuya und Johan und ein Freund von ihm kommen auch noch. Irgendwann müssen wir aus dem Izakaya raus, holen Aoi und Kouki am Hachiko ab und gehen in die „Red Bar“, der absolut unheimlichste Ort mit dem unfreundlichsten Barmann der Welt, in dem ich mich eigentlich nur noch unwohl gefühlt habe, die ganze Zeit. Die Freundin von Nefi, die wir zuvor in Shinjuku getroffen hatten kommt auch noch und Aoi lädt noch Karsten ein. Die Schweden verschwinden irgendwann und gehen noch nach Roppongi, aber wir haben keine Lust auf Roppongi und vor allem nicht auf Club und gehen in ein Izakaya in Shibuya. Und als ob das noch nicht genug wäre, will Aoi, als alle eigentlich nach Hause fahren noch ins Karaoke, also gehen wir noch für eine Stunde. Lange Nacht ..
Heute besteht Aois und mein Tag vorallem aus Aufwachen und irgendwann kämpfen wir uns nach Nakai und gehen dort in ein ziemlich nettes, kleines chinesisches Restaurant, einer dieser für japanisch typische Familienbetriebe. Und jetzt sitz ich da und überlege was ich Jin am Dienstag für Ideen auftischen kann, während Nefi mich versucht zu überreden noch mit denen und den Schweden in Baba zu treffen, aber mich bringt heut niemand mehr ausm Haus!
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