Samstag, 27. Februar 2010

Sightseeing und Aois Abschied

Am Montag fahren wir nach Asakusa, schauen uns den Shrine an, laufen die Touristen Straße lang - Das übliche Programm. Wir gehen in einen winzigen Ramen Laden, einer der typischen Familienbetriebe, von denen es in Japan tausende gibt, essen: winzig klein, gerade mal 4 Tische drin, etc. etc. Anna und Meike schaffen ihre Nudelsuppe nicht auf, also esse ich ihre auch noch haha Vorallem von dem kleinen Klo sind die beiden geschockt haha Aber selbst ich war mir nicht sicher, ob ich durch diese Tür passen soll! Dann fahr ich zur Sprachschule, die beiden gehen in einen Supermarkt und kaufen Sushi, was wir zu Abend essen.

Am Dienstag arbeite ich und die beiden ziehen Touri-Programm durch, auf das ich keine Lust habe ;) Am Abend holen mich die beiden von der Arbeit ab und dann gehen wir indisch essen hier in Akasaka.

Mittwoch stehen wir frueh auf und fahren zum Kaiserpalast. Nefi und Thezi kommen - mit kleiner Verspätung - auch und wir geniessen das gute Wetter, laufen im T-Shirt durch den Garten des Kaiserpalasts. Wir essen Sushi am Hauptbahnhof und fahren nach Shimo-Kitazawa zum shoppen. Es ist so warm, dass wir am Abend sogar noch draußen uns in ein Café setzen. Am Abend koennen wir trotz frueh aufstehen und den ganzen Tag rumlaufen, alle nicht schlafen (was bei mir vor allem daran lag, das mein Friseur mich mit Mails bombadiert hat ;) ) und bleiben viel zu lang wach, haben ein typisches Belli-Anna-Meike-Gespraech, wie schon so lange nicht mehr! Guter Abend :D Das macht das aufstehen am Donnerstag leider nicht leichter, denn die beiden fahren nach Nikko, während ich in die Arbeit gehe. Am Abend wollen sie mich abholen, was damit endet das ich eine Stunde vor meiner Arbeit rumstehe haha Wir hetzen ohne Ende zu den Hills, doch die haben zu. Na toll. Wenigstens betrachten wir den Tokyo Tower von unten. Dann laufen wir noch ein bisschen durch Roppongi und auf einmal seh ich ein Ausländisches Mädchen an mir vorbeilaufen, denke mir "hmm, die kenn ich doch". Aoi ist iwie Party machen mit irgendwelchen 40-jährigen Japanern haha Sau geil! Diese Welt ist einfach so klein, da läuft man sich einfach in Roppongi über den Weg!

Aoi fährt ja eigentlich erst Ende März zurück nach Deutschland, aber sie verbringt die letzten Tage bei ihrer Oma, bzw. fährt mit einer Freundin nach Kyuushuu und Okinawa (so gemein, will auch :( ), d.h. Freitag ist ihr letzter Tag und Abschiedsfeier. Aoi hinterlässt bei mir aber nicht nur ein riesiges Loch und irgendwie Gefühl von Einsamkeit, wenn sie fährt, sie hinterlässt mir noch etwas viel wichtiges: ihr Fahrrad!! Das ich mir also am Freitag morgen abholen muss. Ich fahre zum ersten mal alleine bis zum TouDai Dorm in Shinkawa. Das liegt in Mitaka. Das ist kein Katzensprung. Ich kenns ja nur von der Bahnfahrt, bzw. der 40Euro teuren Taxifahrt, aber um das mal zu veranschaulichen: Google Maps Routenplaner. Das sind über 10 Kilometer und für eine unsportliche Sau wie mich natürlich eine Herausforderung. Vor allem weil ich ja nicht einmal die leiseste Idee vom Weg hatte. Ich bin also erst mal nach Aois Beschreibung nach Mitakadai gefahren und dann der Bahnlinie hinterher (was vor allem an den Stationen ziemlich nervig war), was natürlich bedeutet ich bin immer rechts, links, rechts, links, durch die kleinen Gassen geraced, einfach der Nase nach. Im Endeffekt habe ich 1 Stunde und 15 Minuten gebraucht (Jin fährt jeden Tag den doppelten Weg bis zur Arbeit und wieder zurück und braucht dafür nur eine Stunde haha) und hatte so ne geile Zeit auf dem Fahrrad! Ich hab Dinge gesehen, die könnt ihr euch nicht vorstellen! Haha, das ist echtes Japan, wo ich da durchgefahren bin. Es hat wirklich wahnsinnig Spaß gemacht, versuchen einen Weg zu finden, etc. Ich bin echt froh jetzt ein Fahrrad zu haben! In 2 Wochen, wenn es gutes Wetter ist und mich dann auch alle meine Freunde verlassen haben, habe ich dann wenigstens was zu tun. Einfach planlos durch die Stadt fahren und Dinge entdecken. Freu mich wie ein Schnitzel :D

Ich fahre dann nach einer laaangen Dusche zum Tokyo Bahnhof und gehe mit Anna und Meike Sushi Essen. Danach fahren wir nach Harajuku, Purikura machen, die beiden gehen noch shoppen und ich muss gleich weiter zum Sprachkurs. Dylan (ich hab endlich seinen echten Namen rausgefunden haha Diiran-San haha) ist mal wieder wegen Arbeit verhindert, d.h. ich hab Privatunterricht. Äußerst praktisch :D Danach treffen wir uns am Hachiko und fahren nach Shimo-Kitazawa zu Aois Abschiedsfeier, die ziemlich witzig ist (obwohl Jin, der meinte er kommt nicht auftaucht und auch nicht absagt), Mit der letzten Bahn dann heim und jetzt kennt mich halb Shinjuku mit verheultem Gesicht ;) Meine Bank Account Eröffnerin, bei allem Helferin, beste und witzigste Arbeitskollegin, japanisch Lehrerin, Tokyo-Entdeck-Kompanin, liebste Feierabend Bierchen und Karaoke Partnerin, längste Party-Nacht ever Partymaus und vor allem einfach gute Freundin ist jetzt nicht mehr da! Und ich kann gar nicht beschreiben wie Dankbar ich für alles bin, denn ohne sie wäre die Zeit hier nicht mal ansatzweise so gut gewesen!

Studieren im Ausland - Aoi (Miriam) machts vor hihi

Montag, 22. Februar 2010

Kamakura, Karaoke und sonstiges Sightseeing

Am Freitag fahren wir nach Harajuku, gehen im Yoyogi Park spazieren und schauen uns den Meiji-Shrine an. Wir essen Om-Reis und shoppen in Harajuku. Dann fahre ich nach Shibuya zum Sprachkurs, Meike und Anna bleiben noch in Harajuku und laufen dann den weg. Wir treffen Nefi und Thezi am Hachiko, gehen Karaoke singen und Anna und Meike halten sich für‘s erste mal mehr als gut :D

Am Samstag fahren wir nach Kamakura (mit kleinem zwischenstopp in Yokohama, weil Anna im vollen, heißen Zug, in dem wir ne Stunde fahren mussten schlecht wurde! haha). Als wir ankommen ist erst mal am Bahnhof eine kleine Demo gegen Ausländer, von der Nefi und ich uns auch gleich mal die Flyer holen (und ziemlich verwirrte und dumme Blicke ernten ;) )! Wir schauen uns auf jeden Fall den größten Shrine (in dem, wie auch am Tag zuvor im Meiji-Shrine gerade eine Hochzeit abgehalten wird!) in Kamakura (eine Stadt südlich von Tokyo, die ca. im 12. Jahrhundert japanische Hauptstadt war) und den Daibutsu, also riesen Buddha an. Für mehr ist leider auch nicht Zeit, weil die Sonne schon bald unter geht, also laufen wir zur alten Bimmelbahn und fahren bei Sonnenuntergang am Meer entlang nach Fujisawa. Dort essen wir Abend und fahren nach Tokyo zurück - was etwa 2 Stunden dauert, weil wir so intelligent waren und uns natürlich nicht in einen Express Zug gesetzt haben, sondern in einen Local Train, der an jeder noch so winzigen Haltestelle hält .. klasse haha). Wir sind eigentlich alle tot müde, aber die Schweden haben für uns sogar einen Tisch reserviert, also gehen wir in Shibuya noch was trinken.

Am nächsten Tag schlafen Anna und Meike aus, was dazu führt dass ich sie eigentlich nur nach Waseda begleite, in die Tram-Bahn setze und dann zu meinem Date mit Atsushi, meinem Friseur eile. Eigentlich ja kein Date, weil Nefi und Thezi als „keine-Date-Tarnung“ auch mitkommen, aber eigentlich natürlich schon ein Date haha (das auch gut gelaufen ist!)

Während Thezi dann später auf ihrem Date mit Johan ist, gehen Nefi, Anna, Meike, Emily (Freundin von Nefi aus der Sprachschule) und ich ins Karaoke, was aufgrund meiner Euphorie vll ein bisschen zu viel war haha Na ja, Anna und Meike schlafen noch, aber heute werde ich sie wohl besser mal wecken!

Donnerstag, 18. Februar 2010

Anna und Meike

Am Montag super Regen und Sprachkurs. Dienstag Arbeit und danach Izakaya und Karaoke mit Aoi in Kichijouji. Wahrscheinlich das letzte mal, dass ich im Toudai Dorm übernachtet hab :( Am Mittwoch mit Nefi und Thezi nach Uruhara, die "Dunkle Seite" von Harajuku. Donnerstag wieder Arbeit, Jin lernt mir wie ich mit Photoshop in Bilder so richtig geil Sachen reinschneiden kann, dass das wirklich NIEMAND erkennt haha Am Abend fahre ich nach Shinjuku und hole Meike und Anna ab! Wir gehen Soba und Udon essen, fahren hier her, bauen ein Lager von Matratzen auf! Die beiden schlafen gerade noch, ich versuche ein bisschen zu arbeiten!

Sonntag, 14. Februar 2010

Kagurazaka

Jin redet den ganzen Freitag davon, dass er immer noch einen Kater von Mittwoch hat. Der arme Kerl. Mit 30 gehts halt dann doch schon langsam bergab haha Eigentlich will ich nach der Arbeit auch nur noch heim, aber Nefi und Thezi gehen mit den Schweden Koreanisch Essen und ganz ehrlich .. bei Koreanisch kann ich wirklich nicht Nein sagen!! Also fahre ich nach der Arbeit nach Ueno, treffe mich mit Moein. Wir warten eine 3/4 Stunde auf Nefi, Thezi und Viktor und gehe dann zum Koreaner. Sehr lecker gewesen, meiner Meinung nach auch sehr witzig! Wir fahren mit der letzten Bahn heim und im Zug beschließe ich, meine erste Nacht im „Guest House“ mit Nefi und Thezi zu verbringen. Ich übernachte also bei den beiden, wir gammeln den ganzen nächsten Tag rum, gehen irgendwann ins Karaoke (was tagsüber echt super billig ist!) um japanische Lieder zu üben. Dann fahre ich nach Hause und kann mich auch nicht mehr aufraffen, das Haus nochmal zu verlassen.

Heute treffen wir uns mit Kouki und zwei Freunden von ihm in Iidabashi und gehen in ein Café, bzw. wir sitzen draußen, direkt an einem See. Danach gehen wir dann ENDLICH nach Kagurazaka, einem ziemlich netten Viertel in der Nähe von Iidabashi, in dem es in den winzigen Seitenstraßen von süßen Cafés und kleinen Restaurants nur so wimmelt. Kouki und seine 2 Freunde fahren nach Hause, aber wir machen uns noch auf nach Yotsuya, endlich in den Kuchen Laden von Jin‘s Eltern und essen Erdbeerkuchen. Ist ja schließlich Valentinstag (Valentinstag ist nicht unbedingt Couples-Day, das ist eher Weihnachten, aber trotzdem schenken Frauen am Valentinstag Männern Schokolade. Allerdings muss das nicht immer eine Liebeserklärung sein, kann auch einfach eine nette Geste Freunden gegenüber sein. Am White Day, einen Monat später, also 14. März schenken dann die Männer den Frauen Weiße Schokolade!) und wir machen zum ersten mal einigermaßen viele Bilder, denn mir ist wirklich aufgefallen - ich habe kaum Bilder .. das muss sich ändern!!

Donnerstag, 11. Februar 2010

Sprachschule

Ich fahre also um 12 in die Sprachschule in Shibuya (Super Lage), habe ein Gespräch und einen Test, eigentlich hört sich alles super an, doch der passende Kurs ist immer Montags und Freitags von halb 7 bis 8. Ist mir irgendwie zu spät, vor allem am Freitag. Ich fahre wieder nach Hause, packe mein Textbuch ein, habe eine Stunde lang die größte Panik meines Lebens, weil ich meine Bank Karte nicht finde (ihr wollt nicht wissen, wo sie im Endeffekt war!), suche danach noch eine Stunde nach weiteren Ideen für Jin (und ich hab sogar schon ein paar gar nicht so dumme Gedanken!), fahre nach Shin-Okubo und gehe mit Thezi zum Friseur, Pony schneiden. Nachdem wir eine halbe Stunde gegenüber vom Laden standen, um sicher zu gehen, dass mein Friseur auch wirklich da ist, staube seine Visitenkarte (und damit auch Handy Nummer) ab und schreibe bereits am gleichen Abend mit ihm. Ich fahre zurück nach Shibuya und habe meine erste Teststunde. Wir sind in dem „Group Course“ zu zweit. Der andere ist ein etwa 30-jähriger Ami aus San Francisco, sein Name ist „Riran-San“, zumindest auf japanisch, was das wirklich heißen soll, weiß ich leider nicht. Gleicher Kurs, also auch gleiches Level. Heißt es zumindest. Obwohl er besser lesen kann und mehr Wörter kennt, kriegt er kaum ein Wort im Unterricht raus und vor allem wenn dann nur im absoluten Super Genuschel und mir wird mal wieder klar, wie absolut wertvoll meine Zeit vor 3 Jahren hier war!! Als ich das Gebäude um 8 verlasse, habe ich eine Mail von Aoi auf meinem Handy: „Stephan fährt am Donnerstag für die Semesterferien zurück nach Deutschland, in der Kombination sehen wir uns so schnell nicht wieder, also komm nach Kichijouji!“ Eigentlich keine Lust, keine Zeit, kein Geld, aber ich fahre nach Kichijouji, treffe mich mit Etienne und Stephan, Aoi kommt irgendwann später nachm tanzen und haben einen super Abend! Ich fahre brav mit der letzten Bahn heim, bin am nächsten morgen trotzdem total müde und schleppe mich in die Arbeit. Werkel die ganze Zeit an dem gleichen Zeug rum und komme irgendwie nicht so wirklich weiter. In der Mittagspause erzähle ich Jin, dass mein Teiki (U-Bahn Fahrkarte) abläuft und anstatt dass ich ein neues kriege, muss ich ab jetzt Liste führen, wie meine Fahrtkosten sind. Außerdem rede ich mit ihm über den Sprachkurs und er meint ich soll es machen (obwohl er lange genug gegen Sprachkurs war) und das bedeutet ich arbeite ab jetzt nur noch 2 Tage die Woche. Außerdem fragt mich Jin ob ich am nächsten Tag (an dem ich nicht arbeite) mit ihm und Yuasa-San Abend essen gehe.

Zuhause angekommen telefoniere ich mit Anna, die ja nächste Woche zusammen mit Meike kommt. Huihui, freu ich mich :D

Mittwoch wird mal wieder fleißig Hausarbeit durchgezogen (und vergesse natürlich die Wäsche reinzuholen, bevor ich ausgehe - und natürlich fängt es an zu regnen!), mit Nefi in Harajuku getroffen und dann nach Akasaka, wo ich mit Jin, Yuasa-San und einer Freundin von Jin Abendessen gehe. Ziemlich witzig und sehr interessante Gespräche geführt haha Ich kann Jin und die Freundin noch überreden mit nach Shibuya zu kommen, wo Aoi, Etienne und die ganze Truppe Stephan‘s letzten Abend feiern.

Heute gammel ich dann mit Aoi den ganzen Tag rum, verlasse um halb 5 mit ihr das Haus, Bin um 6 mit Nefi, Thezi und ihrem Vater, der für 5 Tage nach Tokyo gekommen ist verabredet. Das heißt eine Stunde rumgammeln. Laufe bei strömendem Regen durch Higashi-Nakano und als ich eine Straßenunterführung durchgehen will, lande ich auf einmal in einem riesigen unterirdischen Fahrradparkplatz, aus dem ich erst mal überhaupt nicht mehr rausfinde. Total abgefahren. In Ikebukuro versuchen wir erst Nefi doch noch ein Preipaid Handy zu kaufen, weil sie uns in Harajuku erzählt haben, dass man für Prepaid keine Alien Registration Card braucht. Was aber in Ikebukuro schon der Fall ist. Ich fühle mich mal wieder Diskriminiert und meine Laune ist nicht wirklich gut. Eigentlich wollen wir dann Okonomiyaki Essen gehen, finden aber keinen Laden und gehen dann chinesisch Essen. Und jetzt bin ich Bett reif :D

Sonntag, 7. Februar 2010

Und schon wieder eine Woche rum

Da sich Nefi ein Wörterbuch kaufen möchte fahren wir am Mittwoch nach Shinjuku zum Yodobashi Kamera. Kaufen dann schluss endlich aber doch nichts, außer einen Adapter (was auch besser so ist, ich könnte in diesen Elektroläden jeden Tag tausende von Euros lassen!). Weil wir schonmal in Shinjuku sind fahren wir zum Tokyo Tochou, also dem Metropolitan Government Office, auf dem es im 54. Stock einen kostenlosen Aussichtsbereich gibt. Stehen knappe 2 Stunden da oben, immer mit offenem Mund und starrem Blick auf die Lichter da draußen und in meinem Kopf schreit eine Stimme: „Ich will hier nie wieder weg!“ Und dabei ist die Aussicht über Shinjuku nicht mal so krass, also vergleicht man sie mal mit der über Roppongi!

Donnerstag sitze ich hustend in der Arbeit und fahre danach spontan zu Nefi und Thezi, die ja in einem „Gaijin House“ wohnen, also eine Art WGs für Ausländer. Man lernt natürlich ganz nette Leute kennen und wenn man möchte ist man nie allein. Aber bin doch sehr froh, dass ich hier mein eigenes Zuhause habe!! Vor allem mag das für 2 Monate ja ganz cool sein, aber sicherlich auch nicht für mehr ;)

Freitag kriege ich eine E-Mail von Jin, in der er schreibt, dass ich ja jetzt seit 3 Monaten dabei bin und anfangen soll mir selber Sachen in der Arbeit zu überlegen. Bin ja froh, dass er mich fordert, nur leider kenne ich mich halt dann trotzdem noch etwas zu wenig aus, ich stehe also im Moment irgendwie unter super Druck. Das erzähle ich ihm später dann auch, da wir nach der Arbeit zusammen nach Kichijouji fahren und dort mit Jeff und Aoi zu viert was essen/trinken gehen. Danach noch in eine Bar und dann nochmal in eine andere Bar, ein Freund von Aoi kommt auch noch irgendwann und ich brauche nicht erwähnen, dass ich einen super Abend hatte. Wobei es den legendären Freitag mit Aoi, Jin und Jeff natürlich nicht toppt haha Dafür habe ich mich am nächsten morgen aber auch nicht ganz so sehr geschämt, als ich aufgewacht bin ;) Am Samstag Abend feiern wir Thezi‘s Geburtstag nach, fahren also erst nach Shinjuku, treffen irgendwelche Freunde von Nefi‘s Sprachschule, bzw. irren eigentlich einfach länger als ne Stunde in Shinjuku rum und blicken gar nichts (dieser dumme Bahnhof ist aber auch so scheisse und viel zu groß und unübersichtlich!! Ich hasse Shinjuku!!). Irgendwann kommen wir dann an, müssen aber nach ner Stunde schon wieder los, da Moein mit seinem Mitbewohner in Shibuya auf uns wartet. Also gehen wir in ein Izakaya in Shibuya und Johan und ein Freund von ihm kommen auch noch. Irgendwann müssen wir aus dem Izakaya raus, holen Aoi und Kouki am Hachiko ab und gehen in die „Red Bar“, der absolut unheimlichste Ort mit dem unfreundlichsten Barmann der Welt, in dem ich mich eigentlich nur noch unwohl gefühlt habe, die ganze Zeit. Die Freundin von Nefi, die wir zuvor in Shinjuku getroffen hatten kommt auch noch und Aoi lädt noch Karsten ein. Die Schweden verschwinden irgendwann und gehen noch nach Roppongi, aber wir haben keine Lust auf Roppongi und vor allem nicht auf Club und gehen in ein Izakaya in Shibuya. Und als ob das noch nicht genug wäre, will Aoi, als alle eigentlich nach Hause fahren noch ins Karaoke, also gehen wir noch für eine Stunde. Lange Nacht ..

Heute besteht Aois und mein Tag vorallem aus Aufwachen und irgendwann kämpfen wir uns nach Nakai und gehen dort in ein ziemlich nettes, kleines chinesisches Restaurant, einer dieser für japanisch typische Familienbetriebe. Und jetzt sitz ich da und überlege was ich Jin am Dienstag für Ideen auftischen kann, während Nefi mich versucht zu überreden noch mit denen und den Schweden in Baba zu treffen, aber mich bringt heut niemand mehr ausm Haus!

Mittwoch, 3. Februar 2010

Von japanischen Friseur und Gefängnissen

Ich hole Nefi und Thezi in Shin-Ookubo ab, was nicht weit von mir weg ist, ein Koreaner Viertel, in dem die Sprachschule von den beiden ist. Ich habe einen Friseur gefunden, zu dem wir von dort aus hinlaufen können und so betreten wir total nervös und aufgeregt den japanischen Friseursalon. Die Frage „Wir haben keinen Termin, ist das trotzdem ok?“ erledigt sich eigentlich von selbst, da wir die einzigen anwesenden sind. Nefi kriegt den alten Chef, während ich mich die ganze Zeit mit meinem jungen, eigentlich ganz süßen Friseurlehrling unterhalte. Der übliche Smalltalk, wir reden über Deutschland, er fragt nach Fußball, ob ich schonmal ein Spiel angeschaut habe. Ja, habe ich. Pause. Ob mein Freund mich dahin mitgenommen hat. Nein, ich bin mit Freunden gegangen. Pause. Ob ich einen Freund habe, seitdem ich in Japan bin. Nein, habe ich nicht. Pause und selbst Thezi, die zwar kein Wort der Unterhaltung versteht, checkt sofort was los ist und kann sich das grinsen nicht mehr von den Lippen wischen. Jap, das hat mir doch etwas den Tag versüßt ;) Meine Haare sind im übrigen nicht spektakulär, nur hinten etwas kürzer. Muss wohl bald wieder zum schneiden gehen hihi

Wir laufen zurück nach Shin-Ookubo und fahren nach Shibuya, um uns mit den Schweden zu treffen, die Thezi im Echo kennengelernt hat. Nur hat Nefi das mit der Kommunikation ein bisschen verkackt, denn es taucht nur der eine auf und ist auch ziemlich überrascht, dass wir zu dritt sind, denn er hat wohl eher ein Date mit Nefi erwartet haha Als wir ihn fragen wo wir hingehen antwortet er mit der Gegenfrage „Wenn ihr euch entscheiden müsstet, würdet ihr ein Gefängnis oder eine Irrenanstalt wählen?“. Ich wähle Gefängnis, Nefi und Thezi die Irrenanstalt, aber da das Gefängnis-Theme-Izakaya näher ist, fällt die Entscheidung doch darauf. Der Eingang erinnert ein wenig an die Gruselshow in Madame Tussaud und bringt mich sogar einmal ziemlich heftig zum schreien. Eine als Polizisten verkleidete Japanerin führt Nefi und mich an Handschellen gekettet zu unserem Tisch, der aber kein normaler Tisch ist, sondern ein „Kerker“ mit Gitterstäben als Tür und einmal die Stunde geht das Licht aus eine japanische Stimme ertönt „Die Monster sind ausgebrochen“. Dann kommen Zombie‘s und erschrecken dich in dem sie die Türen auf und zu schlagen oder von den Fenstern von draußen die Hände reinstrecken. Überall hört man kreischende japanische Mädchen, wir lachen die meiste Zeit. Amüsanter Laden und Moein, der Schwede ist ein super witziger Kerl.

Ich liebe dieses Land haha

Dienstag, 2. Februar 2010

Schnee!!

Normalerweise muss ich ja Montags nicht arbeiten, aber Jin-San meinte er hätte Montags was für mich zu tun und ich solle diese Woche statt Dienstags am Montag kommen. Geht klar, fahre also am Montag in die Arbeit und was Jin mir dann aufgetragen hat, hat im Endeffekt zwar nur 10 Minuten gedauert, aber auch gut haha Ich designe in der Arbeit gerade die Cover für die Bedienungsanleitungen und habe glaube ich die letzten beiden male zusammen um die 300 Blätter wegschmeißen müssen. Der neue Drucker ist aber auch super scheisse!! Oh man, wie viele Bäume dafür wohl gestorben sind, das tut in der Seele weh. Vor allem wenn ich sie dann in den „Compastible“ Müll schmeißen muss, weil es ja nicht mal was wie Altpapier gibt. Da wird man wirklich zum Öko.

Bevor wir Essen gehen, meint Kouno-San, dass es am Abend schneien soll. Vorfreude. Das Mittagessen war mal wieder äußerst witzig, Montags ist ja Yuasa-San auch immer mit dabei, der ein super verspulter Kerl ist. Kann sich jemand dran erinnern, dass er mir n Quiz stellen wollte und Jin und er gewettet haben, ob ich‘s weiß oder nicht? Na ja, das Quiz super lahm, bestand aus der Frage „Wie heißt das Buch zum Roman Stand by Me?“ haha Göttlich wie viel Wind wieder um nicht gemacht wurde! Ansonsten haben sie dann durch Fragen wie "Wen magst du lieber, Han Solo oder Darth Vader?" versucht rauszufinden, auf was für Arten von Jungs ich stehe. Verplante Leute!

Als ich am Abend das Büro verlasse nieselt es eklig. Wo bleibt mein Schnee?? Doch in Ochiai fallen super dicke Flocken vom Himmel, als ich aus der U-Bahn komme!! Also laufe ich irgendwann kurz vor Mitternacht noch zum Tempel nebenan, und schaue mir meine überzuckerte, verschneite Nachbarschaft an! Wundervoll :)

Nefi und ich probieren heute zum Friseur zu gehen. Mal sehen was daraus wird!