Samstag, 15. Mai 2010

Nichts rennt schneller, als die Zeit

Freitag Abend, früher raus um pünktlich zur Schule zu kommen, danach gleich nach Shinjuku um Ryu zu treffen. Wir gehen Essen und verpassen die letzte Bahn, sprich wir sitzen in Shinjuku fest und müssen uns die Zeit vertreiben. Wir pendeln von Bar zu Bar, denn alles macht nach der Zeit zu und schmeisst uns raus. Irgendwann ist es 4 und wir haben noch eineinhalb Stunden zu vertreiben. Ich denk mir, wir müssen was abgefahrenes machen, also gehen wir ins "Manga Café". Tagsüber gehen da wohl wirklich Leute hin, um Mangas zu lesen, nachts eher, um zu schlafen, denn es ist billiger als Hotel, sogar billiger als Kapselhotel. Wir müssen also in so nen stinkenden miefenden Keller und sitzen in einer winzigen Box, in der ein fettes Kissen ist, ein PC, ne Playstation und ein Fernseher, die durch eine 1 1/2 Meter hohe Wand von der nächsten Box getrennt ist. Man hört stimmen und Leute reden, schnarchen, pfurzen und was weiß ich alles. Man kann sich DVDs ausleihen, etc. etc. Und es gibt wirklich Leute, die da drin Leben. Das ist total krank. In diesem winzigen dunklen Kabuff und den ganzen Tag am PC sitzen. Japaner sind wirklich krank. Als wir die erste Bahn nach Hause nehmen ist es schon total hell und ich schlafe wie ein Baby zuhause. Am nächsten Tag dann Adams Geburtstag, ich treffe mich mit Nodoka in Roppongi und treffe dann Adam und die anderen. Wir gehen in einen Club ist ziemlich witzig, Roppongi Fancy Mässig und eigentlich mag ich ja die Atmosphäre in Shibuya lieber, aber es ist dann echt ganz cool. In japanischen Clubs ist einfach die Stimmung anders. Die Japaner finden dich cool, weil du Ausländer bist und die Ausländer freuen sich, andere Ausländer kennenzulernen. Man läuft einfach rum und ist nach 10 Minuten mit jedem aus dem Raum befreundet haha Außerdem sind die Barkeeper immer schwer amüsant. Ich beschaffe Nodoka gleich mal die Handynr. von einem, denn sie traut sich natürlich nicht haha Am geilsten: Als wir rein gehen, zeigt Nodoka ihre ID, dann heißt es, ob sie ne andere hat, denn auf ihrer ID wird in japanischen Jahren (Sie ist in Heisei 1 geboren, man zählt nach dem regierenden Kaiser) gezählt und das sagt dem Türsteher nix. Ok, wir sind ja auch nicht in Japan, ihr Deppen haha Nach dem Nodoka dann am nächsten Tag zur Arbeit gefahren ist, verbringe ich den Tag mit schlafen und gehe am Abend mit Justus noch was Essen. Gestern kommt Okaasan dann, wir fahren zusammen nach Asakusa uns den "Tokyo Sky Tree" anschauen, ein neuer Tower, der gebaut wird und den Tokyo Tower sozusagen ersetzen soll, weil er größer ist - meiner Meinung nach totaler Bullshit, denn er sieht total scheisse aus ;) Ich hetze in die Sprachschule und als ich heimkomme ist mein Kühlschrank zum ersten mal richtig gefüllt haha Wir gehen in das Sento, öffentliche Bad bei mir um die Ecke, was echt ganz cool war, vielleicht gehe ich da ab jetzt auch ab und zu alleine hin. Heute morgen dann Okaasan zur Bahn gebracht und in die Arbeit. Es regnet und ich komme wie immer mit klitsch nassen Füßen an. Ich muss was gegen das Loch in meinen Schuhen machen... Es wird am Abend noch schlimmer, denn ich treffe mich mit Etienne, Stephan und den anderen in Shibuya zum Abendessen, finden aber keinen Ort, der uns zusagt und laufen im Regen bis nach Ebisu. Danach sind meine Schuhe mehr als nass! Dafür ist das Izakaya, in dem wir sind, aber echt nett. Am Mittwoch treffe ich mit dann wieder mit Etienne, Erika und Shahenda in Shimo-Kita, wir gehen in ein Café und ein bisschen bummeln. Shahenda und ich überlegen uns spontan uns ne Dauerglättung beim Friseur machen zu lassen, kostet aber 10.000Yen und ist mir dadurch zu teuer. Am Abend kümmere ich mich so langsam um Gewisse Abschiedsdinge. Schreklich!

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